Zwei Wochen vor Bekanntgabe der nächsten Geschäftszahlen steht die Aktie der Commerzbank kurz vor dem Ausbruch. Die Quartalszahlen dürften erneut gut ausfallen, das Gesamtjahr 2024 könnte einen neuen Rekord aufstellen. Mit Spannung wird zudem der Kapitalmarkttag erwartet, der ebenfalls am 13. Februar stattfindet.
Die Erlöse soll die Commerzbank laut Analystenkonsens vom vierten Quartal 2023 mit 2,41 Milliarden Euro zuletzt auf 2,77 Milliarden Euro erhöht haben. Die Nettozinserträge sollen jedoch aufgrund der sinkenden Leitzinsen der Notenbank unter die Marke von zwei Milliarden Euro gefallen sein. Das wäre das erste Mal seit zwei Jahren.
Die Gebühreneinnahmen, denen im Rahmen der neuen Strategie mehr Bedeutung zukommt, dürften im vierten Quartal laut Konsensprognose hingegen um zwölf Prozent zugelegt haben. Die Erwartung für den Nettogewinn liegt bei 548 Millionen Euro. Das wäre deutlich mehr als im Vorjahresquartal. Damals waren es 395 Millionen Euro.
Das Gesamtjahr könnte ein neuer Rekord werden. Denn die Analystengemeinde hat sich der Guidance des Managements angeschlossen. Dieses hat 2,4 Milliarden Euro Überschuss in Aussicht gestellt. Das wäre noch mehr als die im vergangenen Jahr erzielten 2,2 Milliarden Euro, was damals schon der höchste Gewinn aller Zeiten war.
Für den Kapitalmarkttag ist zu erwarten, dass der Vorstand die Strategie über 2027 hinaus fortschreibt und nachschärft. Dabei dürfte die Ausschüttungspolitik eine gewichtige Rolle spielen. Denkbar sind zudem weitere Einsparungen. Angeblich könnten mehrere tausend Stellen ins Ausland verlagert werden.
Die Aktie konnte gestern bei 18,24 Euro aus dem Handel gehen und steht damit kurz davor, die ausgebildeten Verlaufshochs bei knapp über 18,00 Euro zu überwinden. Der Aufwärtstrend ist voll intakt, und allein durch die Zahlenvorlage am 13. Februar und den Kapitalmarkttag dürfte es absehbar neue Impulse geben. Zudem könnten auch neue Meldungen zu der von der UniCredit angestrebten Übernahme Rückenwind geben. Die Aktie bleibt aussichtsreich.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.