Muss Adidas einen Hoeneß-Effekt befürchten?

Muss Adidas einen Hoeneß-Effekt befürchten?
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06.05.2013, 11:55 ‧ Steffen Eidam

Adidas konnte die hohen Erwartungen zuletzt übertreffen. Doch das starke Ergebnis rückt vor der Hauptversammlung am Mittwoch zunehmend in den Hintergrund. Viel brisanter erscheint derzeit eine mögliche Verstrickung in die Affäre um Uli Hoeneß.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat in der vergangenen Woche überraschend starke Zahlen vorgelegt, wie heute die Analysten von Equinet bestätigen. Und dennoch ist die Freude getrübt. Wird der Konzern mit in die Steueraffäre um Bayern-Präsident Uli Hoeneß gezogen?

Überraschend starkes Auftaktquartal

Obwohl im Jahr 2013 keine sportlichen Großveranstaltungen auf der Agenda stehen, ist der Sportartikelkonzern Adidas überraschend stark ins neue Jahr gestartet. So kletterte der  Überschuss um 6,5 Prozent auf 308 Millionen Euro und lag somit klar über den Markterwartungen. Der jüngste Analystenkommentar kommt von Equinet. Die Investmentbank hat die Einstufung auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Der Sportartikelhersteller habe beeindruckende Resultate vorgelegt, schrieb Analyst Ingbert Faust. Der Experte zeigte sich zuversichtlich für seine leicht über dem Unternehmensziel liegende Gewinnschätzung je Aktie für 2013.

Hoeneß Top-Thema auf der Hauptversammlung

Auf der am Mittwoch stattfindenden Hauptversammlung des Nike-Konkurrenten dürfte sich die Geschäftsleitung auch unangenehmen Fragen über die Steueraffäre um Bayern-Präsident Uli Hoeneß ausgesetzt sehen. So verweist das Nachrichtenmagazin Spiegel auf Spekulationen, wonach beim Einstieg von Adidas beim Rekordmeister Bayern München im Jahr 2002 doch nicht alles koscher gewesen sein könnte. War der Kaufpreis des 10-Prozent-Pakets in Höhe von 77 Millionen Euro angemessen? Und welche Rolle spielte der Millionenkredit des inzwischen verstorbenen Ex-Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus an Hoeneß? Nach Aussagen von Adidas-Chef Herbert Hainer: keine! Dreyfus sei zu diesem Zeitpunkt schon längere Zeit nicht mehr operativ tätig gewesen, so der Manager im Vorfeld.

Hainer wehrt Vorwürfe ab

Laut Hainer hat sein Konzern nichts zu befürchten: "Wir sind da absolut sauber." Anleger sollten daher auf die operativen Chancen beim Drei-Streifen-Konzern achten. Leicht möglich, dass die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr übertroffen werden können. DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie optimistisch.

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