FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Der Euro steht zum Dollar schon seit einigen Wochen unter Druck. Ein wichtiger Grund ist der Unterschied der geldpolitischen Ausrichtung der beiden Notenbanken EZB und Fed. Während die USA auf eine geldpolitische Wende zusteuern, zeigen die Europäer bisher keine solche Neigung. Die Erwartung einer etwas weniger großzügigen Geldpolitik lässt den Dollar steigen, während der Euro an Boden verliert.
Am Nachmittag gaben robuste Wirtschaftsdaten aus den USA dem Dollar Auftrieb. In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe im August deutlich gestiegen. Der Anstieg der sogenannten schwebenden Hausverkäufe war stärker als von Volkswirten erwartet. Historisch niedrige Kreditzinsen, ein zuletzt moderaterer Preisanstieg und mehr verfügbare Immobilien stützen den für die Gesamtwirtschaft wichtigen Immobilienmarkt.
Die Augen der Anleger richten sich auf eine hochrangig besetzte Diskussionsrunde von Notenbankern. Im Rahmen einer EZB-Konferenz diskutieren am frühen Abend die Zentralbankchefs vier großer Notenbanken miteinander. Ob in der Runde mit Christine Lagarde (EZB), Jerome Powell (Fed), Andrew Bailey (Bank of England) und Haruhiko Kuroda (Bank of Japan) neue geldpolitische Akzente gesetzt werden, ist aber fraglich.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86443 (0,85950) britische Pfund, 129,89 (130,17) japanische Yen und 1,0829 (1,0840) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1731 Dollar gehandelt. Das waren rund 2 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
Quelle: dpa-AFX