Volkswagen: Innovativster Automobilkonzern – doch nicht alles glänzt

Volkswagen: Innovativster Automobilkonzern – doch nicht alles glänzt
Foto: Symbiont/iStockphoto
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18.07.2023, 14:27 ‧ Julian Weber

Das Center of Automotive Management und der deutsche Standort der Unternehmensberatung PwC ermitteln auf Basis fahrzeugtechnischer Neuerungen jährlich den innovativsten Automobilhersteller. Den Spitzenplatz im Ranking sicherte sich dieses Jahr der Volkswagen-Konzern. Dennoch offenbart die Studie auch die Probleme des Autobauers.

Den Platz des innovativsten Autoherstellers sicherte sich Volkswagen mit 153 Punkten vor dem deutschen Premium-Konkurrenten Mercedes-Benz (142 Punkte). VW habe viele Weltneuheiten in fast allen Technologiebereichen entwickelt, erklärt Felix Kuhnert von PwC. Diese seien zudem überdurchschnittlich oft bereits in Serie verfügbar.

Darüber hinaus sicherte sich VW auch in den Kategorien Elektroantrieb sowie „Interface und Connectivity“ den Spitzenplatz. Laut Studie punktete der Autobauer mit verbesserten Ladeleistungen, während im Interface-Bereich die erweiterten Funktionalitäten des Augmented-Reality-Displays glänzten.

Starke Platzierungen – aber auch eine Reihe von Problemen

Trotz der Top-Platzierungen offenbart die Studie aber auch die Baustellen der Wolfsburger. So können sich die VW-Stromer trotz der starken Elektroantriebe nicht wirklich gegen die Konkurrenz behaupten. Insbesondere im wichtigen chinesischen Markt fällt der Konzern aufgrund der „braven Designs“ immer weiter zurück. Gleichzeitig schlafen auch die Rivalen aus China nicht und sorgen selbst für zahlreiche Neuigkeiten. Unter den 15 innovativsten Autobauern befinden sich mittlerweile sechs aus dem Reich der Mitte. Auch das macht sich vor allem auf dem hiesigen Markt bemerkbar.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

VW ist sicherlich ein spannender und innovativer Konzern. Jedoch gelingt es der Autobauer nicht, diesen Vorteil auch in Verkaufszahlen umzumünzen. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass die Konkurrenz aus dem wichtigsten Volkswagen-Markt China – dort wurden zuletzt über 40 Prozent der Absätze erzielt – nicht schläft. Das macht sich vor allem bei den E-Modellen bemerkbar. Ein Kauf der auch charttechnisch angeschlagenen VW-Vorzüge drängt sich vorerst nicht auf.

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