Iran-Krieg: Trump will Golf-Staaten zur Kasse bitten – DAX fester, Öl, Nike und Rocket Lab im Fokus

Iran-Krieg: Trump will Golf-Staaten zur Kasse bitten – DAX fester, Öl, Nike und Rocket Lab im Fokus
Foto: Stonel/Shutterstock
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Jan-Paul Fóri 31.03.2026, 07:00 Jan-Paul Fóri

Nach den jüngsten Turbulenzen dürfte der DAX am Dienstagmorgen zunächst Boden gutmachen. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten taxiert der Online-Broker IG das Börsenbarometer rund 0,5 Prozent höher bei 22.605 Zählern. Doch die Ruhe ist trügerisch: Während die Diplomatie im Hintergrund läuft, verschärft Washington den Ton gegenüber den Verbündeten und erhöht den Druck auf Teheran.

Für Schlagzeilen sorgt eine neue Stoßrichtung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump plant offenbar, die wohlhabenden Golf-Staaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate direkt an den Kosten des Iran-Konflikts zu beteiligen. 

Sprecherin Karoline Leavitt bestätigte entsprechende Überlegungen: Trump erinnerte an den Golfkrieg 1990, als die regionalen Partner einen Großteil der Lasten trugen. Für die Märkte bedeutet dies: Die geopolitische Gemengelage wird um eine finanzpolitische Komponente erweitert, während die Infrastruktur am Golf – insbesondere der Energiesektor – weiterhin unter iranischem Beschuss steht.

Rubio-Ansage: „Straße von Hormus wird offen sein“

Besonders kritisch bleibt die Lage an der Straße von Hormus. US-Außenminister Marco Rubio ließ gegenüber Al Jazeera keinen Zweifel am Entschlossenheit der USA: Die für den Weltmarkt lebenswichtige Meerenge werde wieder geöffnet – „so oder anders“. Rubio drohte Teheran mit „wirklichen Konsequenzen“ und nannte als Ziel die Zerstörung der iranischen Marine und Luftwaffe innerhalb von Wochen. 

Brent-Öl (ISIN: FTREFF000001)

Dass die Bedrohung real bleibt, zeigt ein neuer Zwischenfall: Vor der Küste von Dubai wurde ein Tanker von einem Projektil getroffen, an Bord brach ein Feuer aus. Da der Iran den Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen gebracht hat, bleiben die Energiepreise auf hohem Niveau. Der Brent-Future notiert am Morgen bei 113,04 Dollar je Barrel.

Auch Gold steht als sicherer Hafen weiter im Fokus der Anleger: Am Morgen notiert der Spotpreis für eine Feinunze bei 4.560,74 Dollar und damit rund ein Prozent höher als am Vortag. Der Spotpreis für Silber zieht derweil auf 72,09 Dollar an. Zum Wochenstart war das Edelmetall über die 70-Dollar-Marke gesprungen.

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Quelle: Börsenmedien AG

Asien im Minus – Chip-Sektor unter Druck

Aus Fernost kommen derweil durchwachsene Signale. Während die chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) eigentlich positive Konjunktursignale lieferten, verzeichnen die Börsen in Seoul und Tokio Verluste. Für den südkoreanischen KOSPI geht es um 3,2 Prozent abwärts, der Nikkei 225 büßt ein Prozent ein. Die Stimmung leidet unter einem Ausverkauf bei Chip-Schwergewichten wie Samsung (minus vier Prozent) und SK Hynix (minus 6,3 Prozent). Auch der Hang Seng (minus 0,5 Prozent) und der CSI 300 (minus 0,6 Prozent) müssen Federn lassen. 

Abseits der Geopolitik stehen erneut Unternehmenszahlen im Fokus. Am Abend nach US-Börsenschluss wird der Sportartikelgigant Nike seine Zahlen zum dritten Quartal vorlegen – ein wichtiger Indikator für die globale Konsumstimmung. In Deutschland präsentieren unter anderem Dermapharm, Auto1, Norma Group, Energiekontor und Friedrich Vorwerk ihre (detaillierten) Jahreszahlen. Volvo Cars und Ericsson laden derweil zur Hauptversammlung ein.

Außerdem hat Rocket Lab die Genehmigung für die Übernahme von Mynaric erhalten. Dies dürfte die Weltraumaktien wieder ins Rampenlicht stellen. Davon könnten auch die im Aktien-Report "Galaktisches Potenzial" vorgestellten Werte profitieren.

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