DAX & Co schwächer, Unsicherheit hoch: BASF, K+S, Lanxess stark, Heidelberg Materials schwach

DAX & Co schwächer, Unsicherheit hoch: BASF, K+S, Lanxess stark, Heidelberg Materials schwach
Foto: Immersion Imagery/Shutterstock
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Marion Schlegel 07.04.2026, 19:31 Marion Schlegel

Die geopolitische Zuspitzung rund um das US-Ultimatum an den Iran hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag erneut belastet. Nach schwankendem Verlauf rutschte der DAX im Tagesverlauf ins Minus und beendete den Handel mit einem Abschlag von 1,1 Prozent bei 22.921 Punkten. Der MDAX zeigte sich etwas stabiler, verlor aber ebenfalls 0,6 Prozent auf 28.733 Zähler. Beim Nebenwerte-Index SDAX ging es wie beim DAX 1,1 Prozent nach unten auf 16.533,73 Punkte.

DAX (WKN: 846900)

Eine diplomatische Lösung ist vor Ablauf der von den USA gesetzten Frist bislang nicht in Sicht. Stattdessen eskalierte die Lage sogar weiter: Kurz vor dem Ende des Ultimatums wurden im Iran gezielt Verkehrswege und Einrichtungen der Ölindustrie angegriffen. Teheran sprach von landesweiten Attacken auf die Infrastruktur.

An den Märkten bleibt die Unsicherheit hoch. Beobachter sehen die Entwicklung klar vom Konflikt geprägt. Die verschärfte Tonlage aus Washington erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation. Ein solcher Verlauf könnte insbesondere den Ölpreis weiter nach oben treiben.

Im DAX gab es am heutigen Handelstag nur wenige Gewinner. Besonders stark zeigte sich der Chemiesektor. BASF legte 1,9 Prozent zu und war stärkster Wert des Tages. Marktteilnehmer verweisen im Sektor auf mögliche Vorteile durch den Konflikt, etwa geringeren Wettbewerbsdruck, weniger Überkapazitäten und steigende Preise. Gleichzeitig bleibt die Nachfrageentwicklung ein Unsicherheitsfaktor. Brenntag als zweitstärkster Wert legte 1,3 Prozent zu, gefolgt von Fresenius Medical Care mit plus 1,1 Prozent. Hannover Rück, Deutsche Börse, Munich Re und Deutsche Telekom konnten ebenfalls zulegen.

BASF (WKN: BASF11)

Am DAX-Ende gingen Heidelberg Materials mit minus 4,1 Prozent, Adidas mit minus 3,0 Prozent, Qiagen mit minus 2,9 Prozent, Beiersdorf mit minus 2,6 Prozent und Rheinmetall mit minus 2,5 Prozent als schwächste Werte aus dem Handel.

Auch im MDAX waren die Chemiewerte stark gefragt. Stärkste Titel waren heute K+S (plus 4,9 Prozent), Lanxess (plus 4,2 Prozent) und Wacker Chemie (plus 3,8 Prozent). Deutlich zulegen konnte zudem Aurubis. Das Papier profitierte von einem positiven Analystenkommentar.

Aurubis (WKN: 676650)

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