DAX: 25.000er-Marke geknackt – die Rekordjagd geht weiter

DAX: 25.000er-Marke geknackt – die Rekordjagd geht weiter
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Timo Nützel 07.01.2026, 18:04 Timo Nützel

Der deutsche Leitindex kennt zum Jahresauftakt 2026 nur eine Richtung und lässt nun sogar die nächste magische Hürde hinter sich. Getrieben von neuen Konjunkturdaten aus Übersee und der Aussicht auf ein Ende der Zinssorgen greifen Anleger beherzt zu. Doch Experten warnen bereits vor einer paradoxen Lage und neuen Risiken am Horizont.

Der DAX  hat zur Wochenmitte seinen Rekordlauf fortgesetzt. Dabei übersprang er nicht nur die runde Marke von 25.000 Punkten, sondern stieg bis über 25.100 Punkte. Konjunkturdaten, darunter Arbeitsmarktdaten aus der US-Privatwirtschaft sowie die Inflationsdaten aus der Eurozone, wurden positiv aufgenommen, da sie Zinserhöhungen unwahrscheinlicher erscheinen lassen.

Mit einem Plus von 0,92 Prozent auf 25.122,26 Zählern ging der Leitindex aus dem Tag und auch der MDAX  setzte seinen starken Lauf fort. Der Index der mittelgroßen Werte schloss 1,24 Prozent höher auf 32.064,64 Zähler und erreichte wieder den höchsten Stand seit Frühjahr 2022.

Trotz geopolitischer Spannungen ist zum Jahresbeginn die Börsenstimmung weltweit von Zuversicht geprägt. Risiken rücken allerdings zunehmend in den Fokus und die Luft könnte schnell dünner werden.

Angesichts der Entwicklung der Weltwirtschaft mute es paradox an, dass die Aktienmärkte aufblühten, kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Aber man darf nicht vergessen, dass der gegenwärtige Umbau der Weltwirtschaft enorme Investitionen in Gang setzt." Dabei verwies er etwa auf staatliche Infrastrukturprogramme oder auch den weltweiten KI-Technologiewettlauf.

Der Angriff der USA auf Venezuela sorgte bisher ebenfalls nicht für Verunsicherung. Vielmehr wird auf sinkende Ölpreise gehofft, denn das ist gut für die Weltwirtschaft, könnte den Inflationsdruck mindern und weitere Zinssenkungen nach sich ziehen. Chefvolkswirt Kater verwies trotzdem auf die Gefahren. Die Liste der Risiken umfasse weitere militärische Konflikte bis hin zu einer ausufernden Kreditvergabe an KI-orientierte Technologiefirmen.

Mit Blick auf Europa schloss der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 0,14 Prozent tiefer auf 5.923,57 Punkte. Der britische FTSE 100 schloss ebenfalls im negativen Terrain, aber etwas deutlicher. Der Schweizer SMI ging nahezu unverändert aus dem Tag.

In den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial gab leicht nach, während der Nasdaq 100 leicht stieg.

DAX (WKN: 846900)

Enthält Material von dpa-AFX

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