Volkswagen vor Zahlen: Viele Unbekannte und wenig Hoffnung - das sind die Schätzungen!

Volkswagen vor Zahlen: Viele Unbekannte und wenig Hoffnung - das sind die Schätzungen!
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Michael Schröder 27.10.2015, 16:30 Michael Schröder

Experten sind sich einig: Der Abgas-Skandal wird Volkswagen im dritten Quartal rote Zahlen einbrocken. Die Frage ist: Wie weit geht es ins Minus und was gibt die Konzernleitung am morgigen Mittwoch (28.10.) für eine Zielmarke zum Jahresende aus? Die Schätzungen von Analysten gehen weit auseinander.

6,5 Milliarden Euro hat der Konzern bisher für Folgekosten der Diesel-Manipulationen zurückgelegt. Im dritten Quartal wird diese Belastung voll zu Buche schlagen. Auch der Verkauf der Suzuki-Anteile wird den Sturz in die roten Zahlen nicht verhindern. VW hatte nach einer Gerichtsentscheidung seine verbliebenen Aktien an dem ehemaligen Partner verkaufen müssen. Warburg-Analyst Marc-René Tonn rechnet hier mit Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro, die VW im dritten Quartal verbuchen dürfte. Unter dem Strich erwartet der Experte einen Verlust von rund 1,25 Milliarden Euro.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) rechnen nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg zehn Analysten im Schnitt mit einem Wert von minus 3,26 Milliarden Euro. Commerzbank -Analyst Sascha Gommel glaubt, dass mögliche Auswirkungen des Skandals - abgesehen von den 6,5 Milliarden Euro Rückstellungen - vorerst noch kaum sichtbar sein werden.

Beim Umsatz erwartet VW bisher für das Gesamtjahr 2015 ein Plus von vier Prozent. Ob VW weiter an dem Ziel festhält, ist eine wichtige Unbekannte. Zwölf Analysten rechnen laut Bloomberg für das dritte Quartal im Schnitt mit rund 50,65 Milliarden Euro Umsatz. Dies wäre ein Plus von knapp 3,6 Prozent zum Vorjahr. Die operative Rendite sollte im Gesamtjahr nach dem letzten Stand zwischen 5,5 und 6,5 Prozent landen, im Pkw-Geschäft sollte sie zwischen 6,0 und 7,0 Prozent liegen. Der Konzern hatte allerdings schon angekündigt, die Ergebnisziele für 2015 nach den angekündigten Rückstellungen für "Dieselgate" anzupassen.

Zumindest macht Matthias Müller die Zahlenvorlage zur Chefsache: Der neue Konzernchef wird sich, anders als zuletzt sein Vorgänger Martin Winterkorn, persönlich den Fragen von Journalisten und Analysten stellen. Ob das hilft, die Investoren von der VW-Aktie zu überzeugen ist fraglich. Anleger bleiben angesichts der vielen Fragezeichen daher vorerst weiter an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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