Deutsche Bank: Privatkundenchef nimmt den Hut – was macht die Aktie?

Deutsche Bank: Privatkundenchef nimmt den Hut – was macht die Aktie?
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Marion Schlegel 19.05.2015, 07:16 Marion Schlegel

Der Privatkundenchef der Deutschen Bank, Rainer Neske, wird nach übereinstimmenden Informationen von "Handelsblatt" (Dienstag) und "Spiegel" Deutschlands größtes Geldhaus verlassen. Zwischen ihm und der Führung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen habe es zuletzt Differenzen in strategischen Fragen der Bank gegeben. Die Personalie werde am Mittwoch im Aufsichtsrat beraten und damit kurz vor der Hauptversammlung am Donnerstag (21. Mai). Ein Sprecher der Bank wollte die Berichte am Montagabend nicht kommentieren. Der 50 Jahre alte Bankmanager Neske ist seit 2009 Mitglied des Vorstands. Die Deutsche Bank will sich von der Tochter Postbank trennen und bis 2017 gut jede vierte eigene Filiale in ihrem Heimatmarkt schließen. Auch das Kapitalmarktgeschäft soll eingedampft werden. Bei der Hauptversammlung werden dazu kritische Fragen der Aktionäre erwartet.

Führungsduo bleibt

Trotz vieler Altlasten und massiver Kritik am Kurs der Deutschen Bank hat das Führungsduo, die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen, aber hingegen zuletzt einen Rücktritt ausgeschlossen. "Das Beste, was ich tun kann, ist die Probleme der Bank zu lösen und ihre Leistung zu optimieren", sagte Jain der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Diese Mission ist noch nicht zu Ende." Auch Fitschen wies in dem Interview ebenfalls jeden Gedanken an einen Rücktritt von sich. Fitschen steht derzeit wegen des Verdachts eines versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren in München vor Gericht.

Aktie mit leichten Verlusten zu Wochenbeginn

Zu Wochenbeginn konnte die Aktie der Deutschen Bank nicht dem positiven Gesamttrend im DAX folgen und verlor 0,2 Prozent auf 28,99 Euro. Damit notiert das Papier weiterhin im wichtigen Unterstützungsbereich bei 28 Euro. Im Vergleich mit der Peergroup und mit dem Gesamtmarkt ist die Aktie der Deutschen Bank allerdings weiter zu niedrig bewertet. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 40 Euro, der Stopp sollte bei 24,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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