Gewinnrückgang bei E.on: Neue Pläne, alte Probleme

Gewinnrückgang bei E.on: Neue Pläne, alte Probleme
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Maximilian Völkl 07.05.2015, 08:33 Maximilian Völkl

Am Donnerstag hat E.on Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht. Erwartungsgemäß ist der operative Gewinn bei Deutschlands größtem Versorger weiter zurückgegangen. Auf der Hauptversammlung will Konzernchef Johannes Teyssen im Laufe des Tages die radikalen Aufspaltungspläne erklären. Die Aktie hängt derweil nach wie vor im Seitwärtstrend fest.

Wegen der niedrigen Öl- und Strompreise hat E.on im ersten Quartal operativ erneut weniger verdient. Im Vergleich zum Vorjahr ist der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um neun Prozent auf 2,83 Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 30,6 Milliarden Euro. Die Zahlen trafen damit in etwa die Erwartungen der Experten.

Unter dem Strich ist der Überschuss wegen geringerer Abschreibungen und Steuern sowie höherer Einmal-Buchgewinne zwar sogar um 39 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro angestiegen. Dennoch ist der grundlegende Trend bei E.on weiterhin besorgniserregend. Der Verfall des Strompreises drückt immer mehr auf die Bilanz des Konzerns. Trotz Gewinnrückgangs sollen die Aktionäre vorerst allerdings weiterhin eine attraktive Dividende von 0,50 Euro erhalten – dies entspricht einer Rendite von gut 3,5 Prozent.

Neue Pläne

Mit Spannung werden nun die Aussagen von Konzernchef Teyssen erwartet, der die Pläne für die Konzernaufspaltung auf der Hauptversammlung erklären will. Als Reaktion auf die Energiewende will sich E.on aufspalten und den gesamten Teil mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken in eine neue Gesellschaft ausgliedern. Der Hauptkonzern soll sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren. Erste Details dazu stehen bereits seit vergangener Woche fest.

Quelle: Börsenmedien AG

Abwarten

Der Konzernumbau bei E.on ist in vollem Gange. Nach wie vor bleibt allerdings ungewiss, ob die grundlegenden Probleme dabei aus der Welt geschafft werden können. Anleger sollten das Risiko derzeit nicht eingehen und an der Seitenlinie bleiben. Auch die hohe Dividendenrendite ist kein Kaufargument.

(Mit Material von dpa-AFX)

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