DAX verteidigt wichtige Marke: Großes Auf und Ab bei Merck und Deutsche Bank

DAX verteidigt wichtige Marke: Großes Auf und Ab bei Merck und Deutsche Bank
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Marion Schlegel 23.09.2014, 16:54 Marion Schlegel

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter schwachen europäischen Konjunkturdaten gelitten. Der DAX büßte seinen kompletten Gewinn der Vorwoche ein und fiel am frühen Nachmittag sogar kurz unter die charttechnisch wichtige Marke von 9.600 Punkten. Zuletzt konnte sich das Börsenbarometer aber wieder erholen und notiert nur noch knapp ein Prozent im Minus bei 9.655,02 Punkten. Ein Grund für den schwachen Handelstag ist die Stimmungsverschlechterung bei den Unternehmen im Euroraum. Im September fiel der Einkaufsmanagerindex um 0,2 Punkte auf 52,3 Punkte. Das ist der tiefste Stand in diesem Jahr. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern trübte sich die Stimmung ein. In den großen Euroländern Deutschland und Frankreich klaffte die Entwicklung auseinander. In Deutschland fiel das Stimmungsbarometer in der Industrie zurück, während es im Dienstleistungsbereich anstieg. In Frankreich fiel die Entwicklung umgekehrt aus. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas gebe es per Saldo keine Anzeichen einer konjunkturellen Erholung, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba.

Merck top, Deutsche Bank Flop
Als nahezu einziger Gewinner im DAX knüpften die Papiere von Merck an ihren Höhenflug zu Wochenbeginn an und stiegen um 1,2 Prozent auf 73,48 Euro. Ausschlaggebend für die fortgesetzte Rally waren Hochstufungen und Kurszielerhöhungen einiger Analystenhäuser, nachdem die Darmstädter am Montag angekündigt hatten, den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich für 17 Milliarden Dollar in bar zu erwerben. Der Experte Gunnar Romer von der Deutschen Bank etwa sah den Kaufpreis als hoch an, bezeichnete die Finanzierung wegen der Kombination aus Barmitteln und Schulden aber als günstig.
Papiere der Deutschen Bank gaben hingegen um rund zwei Prozent nach. Dabei belastete auch die Meldung über eine Anklage gegen den Co-Chef des Instituts, Jürgen Fitschen. Der Top-Banker soll aus Sicht der Münchner Staatsanwaltschaft wegen versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren belangt werden.

Chart angeschlagen
DER AKTIONÄR hatte am Montag im DAX-Check beim DAF Deutsches Anleger Fernsehen einen Turbo-Bear zum Kauf empfohlen. Der Schein mit der WKN CF8 YPH ist bereits ins Plus gelaufen. Ein Engagement auf der Long-Seite drängt sich hingegen derzeit noch nicht auf. Erst wenn der nachhaltige Sprung über die Marke von 9.800 Punkten gelingt, würde wieder ein Kaufsignal generiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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