Volkswagen: Aktie am Scheideweg – das raten die Analysten

Volkswagen: Aktie am Scheideweg – das raten die Analysten
Foto: Symbiont/iStockphoto
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15.08.2023, 15:10 ‧ Julian Weber

Charttechnisch sieht es für die Volkswagen-Vorzüge derzeit alles andere als gut aus. Am Dienstagnachmittag notiert das Papier mit rund einem Prozent im Minus, womit sich das ohnehin schon angeschlagene Chartbild weiter verschlechtert. Auf 12-Monats-Sicht raten die Analysten jedoch überwiegend zum Kauf. Zu Recht?

Nachdem zuletzt Harald Hendrikse von der Citi den Papieren ein Upgrade auf "Kaufen" verpasste, raten nach Bloomberg-Informationen derzeit 14 der 23 befragten Analysten zum Kauf der VW-Aktie. Sieben weitere Experten raten zum "Halten", während lediglich zwei die Vorzüge zum Verkauf empfehlen.

Die überwiegend positiven Einschätzungen spiegeln sich auch im Kursziel der Experten wider. Mit 170,80 Euro liegt das 12-Monats-Ziel des Konsens rund 47 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Vorsicht bei VW

Der Zielkurs der Analysten verleitet durchaus zum Optimismus, jedoch sollten sich Anleger davon nicht über die zahlreichen Probleme im VW-Konzern hinwegtäuschen lassen. Die Wolfsburger kämpfen schon länger mit erheblichen Verzögerungen bei der Software-Tochter Cariad, weshalb schon zahlreiche Modelle verschoben werden mussten. Darüber hinaus lastet die China-Schwäche, insbesondere bei Stromern, auf dem Kurs. In dem Land in Fernost erzielte VW in der jüngeren Vergangenheit über 40 Prozent seiner Absätze. Die Nachfrageschwäche bei E-Autos macht sich zudem auch in anderen Märkten bemerkt.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

DER AKTIONÄR bleibt bei VW aufgrund der vielen Baustellen vorsichtig. Selbst positive Nachrichten – etwa die Mitteilung vom vergangenen Dienstag, dass man in Deutschland die Spitzenposition bei E-Autos zurückerobert hat – sorgten für keine positiven Impulse bei der Aktie. Der Autobauer hat nach wie vor zu viele Baustellen. Charttechnisch ist das Papier ebenfalls angeschlagen. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 105 Euro. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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