Starinvestor Carl Icahn: Was plant er mit dem weltbekannten Caesars in LA?

Starinvestor Carl Icahn: Was plant er mit dem weltbekannten Caesars in LA?
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03.05.2019, 10:03 ‧ Jan Fankhänel

Caesars Entertainment ist besonders für die Organisation des prestigeträchtigsten Pokerturniers der Welt, der „World Series of Poker“, bekannt. Dabei betreibt das Unternehmen aus den Staaten nicht nur Casinos, sondern auch Hotels und Golfclubs. Als Unternehmen mit solidem Geschäftsmodell im S&P 500 ist Caesars gerade für Aktivisten wie Carl Icahn ein gefundenes Fressen. Dieser hat seit Februar einen größeren Anteil am Unternehmen aufgebaut, doch was beabsichtigt er damit?

In den letzten Jahren gab es bereits zwei Versuche einen neuen Haupteigentümer für Caesars zu finden, diese waren allerdings vergeblich. Daher übt Carl Icahn jetzt Druck auf das Management aus, um von Unternehmensseite her selbst einen Käufer zu finden. Geschehen soll dies über einen Eigentümerbeschluss (Proxy-Fight), der das Management dazu verpflichtet selbst auf potenzielle Käufer zuzugehen.

Auch andere Hedgefonds sind interessiert

Aktuell hält Carl Icahn mehr als 14 Prozent und ist damit der größte Anteilseigner von Caesars. Zudem besitzt er noch circa zehn Prozent an Caesars Swaps, die ihm bei einer guten Aktienentwicklung weitere Gewinne garantieren, ihm aber keine Stimmrechte gewähren. Diese Swaps werden nach letztem Stand auch von Paul Singer gehalten. Insgesamt sind viele bekannte Hedgefonds an Caesars interessiert. Beispiele hierfür sind die Beteiligung von George Soros mit circa fünf Prozent und Oaktree Capital mit einem Anteil von rund 1,5 Prozent.

Erfolgsaussichten?

Bei einer Einigung der oben genannten Parteien wäre ein erfolgreicher Eigentümerbeschluss gut möglich. Allerdings stellt sich dann die Frage wie wahrscheinlich der Verkauf von Caesars ist. Nachdem bereits zwei Versuche gescheitert sind, scheint dies ein kompliziertes Unterfangen zu sein, zumal das Unternehmen häufig rote Zahlen schreibt. Bei genauerer Betrachtung aber kann festgestellt werden, dass das letzte Angebot von Unternehmensseite her abgehlehnt wurde und das andere von Beginn an aufgrund der Größenverhältnisse fraglich war. Der Schein eines unattraktiven Unternehmens trügt also. Ebenso hat Icahn in der Vergangenheit ein gutes Händchen für Casinos bewiesen, was ihm auch diesmal zuzutrauen wäre.

Eine Option für Anleger?

Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs von Caesars schon mehr als 45 Prozent im Plus. Für Anleger ist es gerade deshalb ratsam erst einmal abzuwarten wie sich die Lage weiterentwickelt und dann gegebenenfalls einzusteigen.

Quelle: Börsenmedien AG

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