Shell, Equinor & Co: Die OPEC+ hat sich entschieden

Shell, Equinor & Co: Die OPEC+ hat sich entschieden
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Thorsten Küfner 31.03.2022, 15:33 ‧ Thorsten Küfner

Energieriesen wie Shell und Equinor dürften dank anhaltend hoher Ölpreise weiterhin üppige Gewinne einfahren können. Denn die Ölallianz Opec+ dreht wie erwartet den Ölhahn nur moderat auf. Die Produktion werde im Mai um weitere 432 000 Barrel täglich ausgeweitet, teilte der Verbund nach einer Online-Ministerkonferenz mit. 

Das von Saudi-Arabien und Russland dominierte Öl-Kartell hält damit trotz des Kriegs in der Ukraine an dem Förderplus auf dem Niveau der vergangenen Monate fest. Es seien vor allem geopolitische Gründe und keine gestiegene Nachfrage für den zuletzt hohen Ölpreis verantwortlich, begründeten die Länder ihren eher vorsichtigen Schritt. Damit sind kaum Auswirkungen auf den Preis für Heizöl und Benzin zu erwarten.

Die Ölpreise waren am Donnerstag im frühen Handel von hohem Niveau aus deutlich gefallen. Am Markt wurde auf Spekulationen verwiesen, wonach die USA und andere Industrienationen erneut Erdöl aus ihren strategischen Reserven freigeben könnten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 107,89 US-Dollar. Das waren 5,56 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 6,96 Dollar auf 100,86 Dollar.

Es wäre mehr drin gewesen ...

Bisher zeigt sich der Ölverbund trotz des russischen Krieges gegen die Ukraine geschlossen. Die im Sommer 2021 beschlossene Strategie einer monatlichen Anpassung der Kapazitäten hätte nach Darstellung der Energie-Experten der Commerzbank im Mai eine deutlichere Ausweitung der Produktion erlaubt. Damals habe man sich darauf verständigt, den fünf größten Produzenten der Gruppe - Saudi-Arabien, Russland, Vereinigte Arabische Emirate, Irak und Kuwait - ab Mai 2022 zusätzlich insgesamt 1,6 Millionen Barrel pro Tag an Förderplus zu erlauben. Allein auf Saudi-Arabien würden davon 500 000 Barrel entfallen, so die Experten. Diese Option wurde aber nicht gezogen.

Die Spekulationen rund um die weitere Freigabe zusätzlicher strategischer Ölreserven nährt den Verdacht, dass die Atomgespräche mit dem Iran noch nicht vor einem Abschluss stehen. Denn die mit einer Einigung verbundene Aufhebung der Sanktionen gegen die Islamische Republik würde Teheran auch eine Steigerung seines Ölexports erlauben. Das nächste Online-Treffen der Opec+ wurde für 5. Mai vereinbart.

Equinor (WKN: 675213)

Die leichte Anhebung der OPEC dürfte wohl kaum etwas daran ändern, dass Shell, Equinor & Co Tag für Tag satte Gewinne scheffeln werden. Die immer noch günstig bewerteten Aktie bleiben nach wie vor attraktiv. 

Shell (WKN: A3C99G)

Mit Material von dpa-AFX

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