RWE und E.on: Bernstein-Analystin bestätigt ihr Rating

RWE und E.on: Bernstein-Analystin bestätigt ihr Rating
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Nikolas Kessler 16.10.2015, 13:00 ‧ Nikolas Kessler

Analystin Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein Research hat ihre Einschätzung für die Aktien von RWE und E.on bestätigt. Vor allem bei E.on sieht die Expertin noch deutliches Erholungspotenzial.

Die Bernstein-Analystin hat E.on auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 16,40 Euro belassen. Auf dem aktuellen Niveau entspricht das einem Kurspotenzial von mehr als 70 Prozent. Nicht ganz so optimistisch ist Venkateswaran für die RWE-Aktie. Hier lautet ihre Einschätzung auch weiterhin „Market-Perform“ mit einem fairen Wert von 14 Euro.

Zur Begründung verwies die Expertin auf die am Mittwoch von der Bundesregierung vorgestellte Atom-Kommission. Aufgrund der ausgeglichenen personellen Zusammensetzung seien keine extremen Lösungsvorschläge zum Ausstieg aus der Kernenergie zu erwarten.

Nachhaftungsgesetz auf dem Weg

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung eine 19-köpfige Kommission eingesetzt, die Vorschläge erarbeiten soll, wie die Finanzierung für den Abriss der Kernkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls dauerhaft gesichert werden kann. Ein vom Bundeswirtschaftsministerium initiierter Stresstest war kürzlich zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die entsprechenden Kosten auf mindestens 47,5 Milliarden Euro belaufen werden.

Neben dem früheren Hamburger Regierungschef Ole von Beust (CDU), Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und dem ehemaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) gehört auch Gerald Hennenhöfer zu dem Expertengremium. Als oberster Atomaufseher und Energie-Manager war der frühere Spitzenbeamte bis zu seiner Entlassung im Jahr 2014 maßgeblich an der schwarz-gelben Laufzeitverlängerung sowie deren Rücknahme infolge der Fukushima-Katastrophe beteiligt.

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Außerdem hatte das Kabinett den Entwurf für ein Nachhaftungsgesetz auf den Weg gebracht. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Versorger beim Atomausstieg aus der Verantwortung stehlen können. "So minimieren wir die Risiken für öffentliche Haushalte und Steuerzahler", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seinen Entwurf.

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Nur für Zocker

Nach den Verlusten vom Vortag können die Versorger-Aktien am Freitag wieder Kursgewinne verbuchen. Die RWE-Aktie klettert zwischenzeitlich sogar an die DAX-Spitze. Damit geht das Auf und Ab bei den Energieriesen munter weiter.

Für Trader mag die hohe Volatilität ihren Reiz haben, langfristig orientierte Anleger sollten die Aktien von RWE und E.on aber auch weiterhin meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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