Royal Dutch Shell: Der Krösus der Branche

Royal Dutch Shell: Der Krösus der Branche
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Thorsten Küfner 03.05.2015, 08:00 ‧ Thorsten Küfner

Schnäppchenjäger sollte sich derzeit vor allem auf die Sektoren konzentrieren, die noch nicht gelaufen sind – wie etwa die Ölbranche. Hier lockt beispielsweise die günstig bewertete Aktie des britisch-niederländischen Energieriesen Royal Dutch Shell mit enormen Finanzkraft und einer überaus stolzen Dividendenhistorie.

Für Anleger, die auf der Suche nach günstigen Einstiegsmöglichkeiten sind, ist es derzeit wirklich hart. Ein Sektor, in dem sich noch günstige Aktien befinden, ist die Energiebranche. Hier winken Titel mit niedrigen KGVs, KBVs und satten Dividendenrenditen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Viele Firmen zahlen wegen einbrechender Gewinne im Zuge des Ölpreisverfalls die Dividende aus der Substanz. Bei Royal Dutch Shell ist dies anders. Der Konzern profitiert von seiner starken Stellung im weiter hochprofitablen Tankstellen- und Raffineriegeschäft und verfügt zudem über eine Vielzahl von Ölquellen, die zu niedrigen Kosten ausgebeutet werden können. 2015 dürfte Shell einen Überschuss von 7,2 Milliarden Pfund (umgerechnet 10,1 Milliarden Euro) oder 1,29 Pfund pro Aktie erzielen, womit die Dividende von 1,25 Pfund (Rendite 5,9 Prozent) abgedeckt wäre.

Fremdwort Dividendenkürzung
Dies ist für Shell wichtig, schließlich blickt man auf eine stolze Historie zurück: Seit 1945 gab es keine Dividendenkürzung! Und Firmenchef Ben van Beurden hatte bereits Anfang des Jahres betont, dass er alles tun werde, um die „iconic dividend“ aufrechtzuerhalten.
Bemerkenswert, dass es sich Shell dann trotzdem leisten konnte, den Gas-Riesen BG Gas für 47 Milliarden Pfund zu übernehmen. Experten loben, dass der Deal Synergieeffekte von rund drei Milliarden Dollar pro Jahr generieren könnte. Zudem stockt Shell seine Reserven ohne mühsame und teure Explorationsaktivitäten dadurch enorm auf.
Ohnehin gehen viele Experten davon aus, dass der Ölpreis mittel- bis langfristig wieder anziehe dürfte. Schließlich fahren derzeit sämtliche Ölförderer ihre Investitionen zurück, wodurch sich über kurz oder lang ein Engpass am Markt einstellen dürfte, was wiederum höhere Kurse zur Folge hätte und die Aktien von Produzenten wie Shell beflügeln dürfte.

Attraktive Einstiegschance
Shell zählt für Anleger auf der Suche nach günstigen Einstiegsmöglichkeiten zu den attraktivsten Titeln im Markt. Die Dividendenrendite von 5,9 Prozent erscheint sicher. Zudem sind langfristig betrachtet auch wieder deutlich höhere Notierungen drin.

Dieser Artikel erschien in der Titelstory der Ausgabe 19/2015. Hier bequem als ePaper erhältlich.

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