ProSiebenSat.1 stürzt ab – das steckt dahinter

ProSiebenSat.1 stürzt ab – das steckt dahinter
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DER AKTIONÄR 17.05.2018, 13:45 DER AKTIONÄR

Die Aktie von ProSiebenSat.1 verliert am Donnerstag rund acht Prozent und gehört damit zu den größten Verlierern im MDAX. Diesmal stecken aber weder schwache Zahlen, noch eine Gewinnwarnung hinter dem Kursverlust.

Bei der jährlichen Hauptversammlung am gestrigen Mittwoch in München haben die Aktionäre dem Dividendenvorschlag in Höhe von 1,93 Euro je Anteilsschein zugestimmt – was einer stattlichen Dividendenrendite von rund 6,5 Prozent entspricht. Daher wird die Aktie heute ex-Dividende gehandelt. Wer spätestens am Tag der Hauptversammlung eingestiegen ist, bekommt die Ausschüttung am 22. Mai ausgezahlt.

Neuer CEO bittet um Geduld

Bei der Hauptversammlung trat neben Interims-Chef Conrad Albert auch der designierte CEO, Max Conze, vor die Aktionäre. In seiner Rede bat er die Anteilseigner um Geduld: „Zukunft zu gestalten ist häufig kein Sprint, sondern ein Marathon“, so Conze. „Wenn es uns in drei Jahren nicht gelungen ist, den Aktienkurs klar zu steigern, dann stehe ich Ihnen natürlich Rede und Antwort.“ In der Zwischenzeit möge man das Management „nicht nur von Quartal zu Quartal“ bewerten.

Grundsätzlich werde er die von seinem Vorgänger, Thomas Ebeling, eingeleitete Restrukturierung und die bisherige Konzernstrategie weiterführen. Er setze dabei auf Kreativität und Leidenschaft. „Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Das Potenzial unseres Geschäftsmodells ist nach wie vor enorm“, so der neue CEO.

Conze hatte zuvor den Staubsaugerhersteller Dyson geleitet und wird zum 1. Juni den Vorstandsvorsitz bei ProSiebenSat.1 übernehmen, nachdem Ebeling den Konzern im Februar vorzeitig verlassen hatte.

Füße stillhalten!

Vor allem wegen des Dividendenabschlags geht es für die ProSieben-Aktie heute kräftig bergab. Am frühen Nachmittag ist das Papier der größte Verlierer im MDAX. Zwar ist der erneute Rückschlag schmerzhaft, kommt am Tag nach der Hauptversammlung aber nicht überraschend. Investierte Anleger bleiben dabei, sollten aber den Stoppkurs bei 26,50 Euro im Auge behalten. 

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