ProSiebenSat.1: Investoren machen Kasse

ProSiebenSat.1: Investoren machen Kasse
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Michael Herrmann 13.01.2011, 09:15 ‧ Michael Herrmann

Die Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira planen einen Teilausstieg bei ProSiebenSat.1. Acht Millionen Vorzugsaktien des Medienkonzerns sollen verkauft werden. Sollten Anleger jetzt ebenfalls aussteigen?

KKR und Permira wollen sich von insgesamt acht Millionen Vorzugsaktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 trennen. Dies entspricht rund 3,7 Prozent des Grundkapitals der ProSiebenSat.1 Media AG. Die Aktien sollen institutionelle Investoren in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren angeboten werden. Händlerkreisen zufolge liegt die Bookbuilding-Spanne bei 24,10 bis 24,50 Euro. Die Transaktion hätte damit ein Volumen von rund 200 Millionen Euro.

Kursniveau nutzen

KKR und Permira nutzen mit dem Teilverkauf der Anteile den deutlich gestiegenen Aktienkurs um einen Teil des investierten Geldes zurückzuholen. Die beiden Beteiligungsgesellschaften hatten ProSiebenSat.1 Ende 2006 für rund drei Milliarden Euro übernommen, nachdem zuvor eine Übernahme des Münchener Medienkonzerns durch Axel Springer am Widerstand der Kartellwächter gescheitert war.

Weiterhin wichtige Investoren

Dennoch bleiben sie auch nach dem geplanten Aktienverkauf wichtige Investoren bei ProSiebenSat.1. Nach Abschluss der Transaktion werden die beiden Gesellschaften noch 53,0 Prozent des Grundkapitals halten, inklusive eines 88-Prozent-Anteils an den stimmberechtigten Stammaktien von ProSiebenSat.1. Darüber hinaus haben KKR und Permira eine 90-tägige Haltefrist für den Rest ihrer Anteile vereinbart. Ganz überraschend kommt der angekündigte Aktienverkauf zudem nicht. Zuletzt hatte es bereits Spekulationen gegeben, dass KKR und Permira bei dem Münchener Medienkonzern aussteigen wollen.

Am Ball bleiben

Auch wenn die Nachricht nicht ganz überraschend kommt, dürfte die Nachricht die ProSiebenSat.1-Aktie heute unter Druck setzen. Wer die Aktie von ProSiebenSat.1 auf Empfehlung des AKTIONÄRs im April 2009 gekauft hat, kann sich allerdings über ein sattes Plus von rund 1.300 Prozent freuen. Da der charttechnische Aufwärtstrend weiter intakt ist, sollten sich investierte Anleger durch die heutige Nachricht nicht verunsichern lassen und mit einem Stoppkurs bei 15 Euro am Ball bleiben.

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