Nach Yingli schockiert auch Trina – ist jetzt JinkoSolar dran?

Nach Yingli schockiert auch Trina – ist jetzt JinkoSolar dran?
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Alfred Maydorn 14.04.2014, 13:20 ‧ Alfred Maydorn

Nach Yingli Green Energy hat jetzt auch Trina Solar seine Absatzprognose für das erste Quartal 2014 zurücknehmen müssen. Die Aktie von Trina gerät unter Druck und könnte den ohnehin schon angeschlagenen Solarsektor weiter belasten. Droht jetzt noch eine Warnung von JinkoSolar?

 

Nachdem in der vergangenen Woche zunächst Yingli Green Energy seine Absatzprognose für das erste Quartal 2014 nach unten korrigierte, musste jetzt auch Trina Solar seinen Ausblick senken. Statt der ursprünglich angepeilten 670 bis 700 Megawatt hat Trina Solar im ersten Quartal 2014 nur zwischen 540 und 570 MW abgesetzt, 20 bis 30 MW davon in eigenen Solarparks. Die recht deutliche Reduzierung der Prognose begründet Trina Solar mit Verzögerungen bei der Auslieferung in Europa aufgrund der noch nicht final beschlossenen Mindestpreise der EU.

Margen rauf, Aktie runter

Aber es gab auch gute Nachrichten. Höhere Verkaufspreise haben dazu geführt, dass die Bruttomargen im ersten Quartal zwischen 18 und 20 Prozent liege und damit ein ganzes Stück höher als die ursprünglich angepeilten rund 15 Prozent. Die angepasste Prognose wurde übrigens am Freitag nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht und hat den Kurs von Trina nachbörslich auf 11,28 Dollar gedrückt, nachdem die Aktie im regulären Handel knapp vier Prozent schwächer bei 11,56 Dollar geschlossen hatte.

JinkoSolar von Anfang an konservativ

Im Vergleich zu den recht aggressiven Prognosen von Yingli und Trina hat JinkoSolar einen eher moderaten Ausblick auf das erste Quartal abgegeben. Von Beginn an wurde für das erste Quartal 2014 ein Absatzrückgang im Vergleich zum außergewöhnlich guten vierten Quartal 2013 um rund 15 Prozent in Aussicht gestellt. Insofern ist bei JinkoSolar nicht mit einer Anpassung zu rechnen.

Dennoch könnten sich die Abschläge bei allen Solartiteln zum Wochenauftakt an der Wall Street zumindest zu Handelsbeginn fortsetzen. Im Handelsverlauf ist aber aufgrund der mittlerweile überverkauften Lage mit einer Gegenbewegung zu rechnen.

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