K+S überholt Commerzbank: Die neue Nummer 1

K+S überholt Commerzbank: Die neue Nummer 1
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Alfred Maydorn 13.08.2013, 10:31 Alfred Maydorn

Deutsche Anleger sind ganz wild auf Aktien von K+S, die Papiere sind mittlerweile sogar beliebter als der bisherige Dauerbrenner Commerzbank. Je stärker eine Aktie fällt, desto beliebter wird sie offensichtlich. Aber warum eigentlich?

Sagen Sie bloß, sie haben noch nicht zugeschlagen bei K+S - beim DAX-Wert, der gerade zu echten Discountpreisen zu haben ist. Noch im März bei über 35 und jetzt für nur noch 18 Euro - eine solche Chance kann man sich einfach nicht entgehen lassen. Blöd nur, wenn man schon bei 30 oder 35 Euro zugegriffen hat. Aber solange noch Geld da ist, kann man ja noch mal  verbilligen.

Vorreiter Commerzbank

Das hat schon bei der Commerzbank  prima funktioniert. Bei nur noch zwei Euro für eine Aktie Mitte des Jahres 2011 konnte man eigentlich nicht mehr viel falsch machen, schließlich hatte sich der Kurs ja gerade erst halbiert. Und als die Aktie wenig später nur noch bei einem Euro stand, war zwar die Hälfte des Geldes weg, aber das Kaufinteresse hatte sich durch den Absturz eher noch vergrößert.

Also flugs noch mal nachgelegt. Je tiefer der Kurs, desto beliebter werden Aktien bei deutschen Anlegern. Die Commerzbank führte seit dem Beginn des rapiden Kursverfalls die Liste der meistgehandelten Aktien des Online-Brokers Flatex an. Keine andere Aktie war beliebter. Auch bei den Artikel-Abrufzahlen auf deraktionaer.de kam lange kein anderer Titel an der Bank vorbei. Bis zum Kurssturz von K+S. Der historische Eintages-Absturz von weit über 20 Prozent vor zwei Wochen hat den Wert an die Spitze der beliebtesten Aktien katapultiert. Um sich die Gunst deutscher Anleger zu sichern, bedarf es eben nicht viel, ein kräftiger Kurssturz reicht da völlig aus.

Klare Kaufchance?

Und bei K+S kann man nun wirklich nicht viel falsch machen. Ein gestandener DAX-Wert, ein KGV von unter 10 -  und mit Kali und Salz gleich zwei spannende Geschäftsbereiche. Mehr Bevölkerung, mehr Landwirtschaft, mehr Dünger, mehr Kali, mehr Gewinne für K+S, so die einfache Rechnung der zahlreichen K+S-Käufer. Und nur weil irgend so ein Russe aus einem Kartell ausschert und fallende Kalipreise ausruft, soll diese Gleichung nun nicht mehr aufgehen? Ein Absturz von fast40 Prozent ist auf jeden Fall vollkommen überzogen. Also rein!

Stopp. Stellen Sie sich einfach einmal folgende Fragen: Würden Sie eine Aktie kaufen, dessen Unternehmen der mit Abstand teuerste Produzent eines Marktes ist, dessen Preise jahrelang künstlich hochgehalten wurden? Und dem schon bei einem kleineren Preisverfall bei Kali der Rutsch in die Verlustzone droht, weil im Salzgeschäft ohnehin kaum Geld verdient wird. Und  der darüber hinaus bereits hunderte von Millionen Euro in ein neues Projekt investiert hat, das vielleicht nie rentabel sein wird? Und dann ist da ja noch der drohende DAX-Rauswurf.

Aber was sind schon diese kleinen Unwägbarkeiten, wenn man doch eine Aktie für 18 Euro kaufen kann, für die man vor zwei Jahren noch das Dreifache auf den Tisch legen musste. Mit K+S kann man die Commerzbank-Verluste bestimmt locker wieder reinholen. Na dann Glück auf!

Behandelte Werte

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