Infineon zahlt Millionen - Vergleich mit insolventer Tochter

Infineon zahlt Millionen - Vergleich mit insolventer Tochter
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Infineon Technologies AG - %
Stefan Sommer 25.09.2014, 14:59 ‧ Stefan Sommer

Im Streit um die Patente der ehemaligen Speicherchip-Tochter Qimonda zahlt der Halbleiterhersteller Infineon 260 Millionen Euro. Das sieht ein Teilvergleich vor, auf den sich Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé und Infineon außergerichtlich geeinigt haben, wie beide Seiten am Mittwoch in München mitteilten.

Seit November 2012 läuft ein Prozess vor dem Landgericht München. Jaffé hatte den Halbleiterhersteller auf 3,35 Milliarden Euro verklagt. Der Insolvenzverwalter wirft Infineon folgenschwere Fehler bei der Ausgliederung des Computerspeicher-Geschäfts in die Qimonda AG im Jahr 2006 vor und fordert deshalb Schadenersatz. Qimonda war 2009 pleitegegangen.

Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Infineon anlässlich des Teilvergleichs im Streit mit Qimonda auf "Halten" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Die an die ehemalige Speicherchip-Tochter zu zahlenden 260 Millionen Euro seien durch Rückstellungen abgedeckt, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Donnerstag. Im Raum stehe jedoch weiterhin eine Zahlung von 3,4 Milliarden Euro an Qimonda-Gläubiger - das eigentlich größte Risiko. Die Wahrscheinlichkeit einer solch hohen Zahlungsverpflichtung hält Friebel allerdings für recht gering.

Dabei bleiben

Die Konsolidierung ist bei der Infineon-Aktie noch nicht beendet. Dennoch bleibt der Halbleiterhersteller ein aussichtsreiches Investment. Der Teilvergleich dürfte sich zudem positiv auf die Aktie auswirken. Fundamental ist der Konzern hervorragend aufgestellt. Langfristig lautet das Kursiel 12 Euro. Ein Stopp bei 7,80 Euro sichert die Position nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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