Infineon-Aktie: Wenn der Vorstand verkauft…

Infineon-Aktie: Wenn der Vorstand verkauft…
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Maximilian Völkl 16.12.2016, 11:08 ‧ Maximilian Völkl

Es liegt ein gutes Jahr hinter Infineon. Nach den deutlichen Kursgewinnen stellt sich aber die Frage, ob es 2017 so positiv weitergeht. Bereits die Prognose bei den letzten Quartalszahlen hat bei den Anlegern für gemischte Gefühle gesorgt. Nun schürt Vorstandschef Reinhard Ploss die Sorgen.

Ploss hat zuletzt betont, dass die Spitze des Wachstums in der wichtigen und lukrativen Automobilbranche erreicht ist. In der Tat scheint es nun so, dass er an den weiteren Aussichten seines Konzerns zweifelt. Es wurde bekannt, dass Ploss am Donnerstag Papiere von Infineon im Wert von knapp 1,4 Millionen Euro verkauft hat, nachdem er zuvor Aktienoptionen im Wert von gut 600.000 Euro ausgeübt hatte. Sein Vorstandskollege Dominik Asam tat es ihm gleich – wenn auch in geringerem Umfang.

Schlechte Nachrichten gibt es für Infineon auch vom EU-Gericht. Die von der EU-Kommission verhängten Millionenstrafen gegen das sogenannte Chip-Kartell wurden bestätigt. Neben Infineon wurden auch die Philips, Samsung und Renesas dafür bestraft, dass sie sensible Informationen zu Preisbildung, Kunden und Vertragsverhandlungen ausgetauscht haben. Infineon muss mit 82,8 Millionen Euro den Löwenanteil der Strafe von 138 Millionen Euro zahlen.

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Gewinne laufen lassen

Der Konzernchef nimmt Gewinne mit. Die Übernahmefantasie in der Branche, die starke Position im wachstumsträchtigen Geschäft mit Auto- und Industriechips sowie das attraktive Chartbild dürften der Infineon-Aktie aber weiter Auftrieb verleihen. Anleger bleiben an Bord und lassen die Gewinne laufen. Der Stoppkurs liegt bei 14,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)


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