E.on: Analyst schießt quer - zu viel Unsicherheit?

E.on: Analyst schießt quer - zu viel Unsicherheit?
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Michael Herrmann 15.11.2013, 08:45 Michael Herrmann

Barclays hat E.on nach den Zahlen abgestuft und das Kursziel zurechtgestutzt. Es gebe aktuell zu viel Unsicherheit und zu viel Druck auf die Ertragslage. Exane BNP Paribas ist dagegen deutlich optimistischer. Zu Recht?

Nach einigen positiven Analystenkommentaren zu den Zahlen des Energieriesen E.on hat es nun auch einen Querschuss gegeben. Die britische Investmentbank Barclays hat die E.on-Aktie von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft. Zudem senkte Analyst Peter Bisztyga in einer Studie vom Donnerstag von 15,20 auf 13,60 Euro. Hintergrund sei unter anderem der anhaltend große Druck auf die Ertragslage des Versorgers. Seine Annahme einer Stabilisierung als Grundlage der Kaufempfehlung habe sich nicht materialisiert.

Zu viel Unsicherheit

Zudem herrsche mit Blick auf mögliche positive Kurstreiber und damit auch für das Chance-Risiko-Verhältnis zu viel Unsicherheit, schrieb Bisztyga. Die These eines verbesserten Umfelds für die Versorger mit einer folgenden Neubewertung habe er zu früh gespielt. Die Bewertung der Aktie sei nun einfach nicht mehr attraktiv genug. Der Analyst senkte seine Gewinnschätzung und rechnet nun erst 2015 mit dem Tiefpunkt beim Ergebnis je Aktie.

Im Branchenvergleich günstig

Deutlich optimistischer ist die französische Investmentbank Exane BNP Paribas. Sie hat die Einstufung für E.on auf "Outperform" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Die Ergebnisse des Versorgers in den ersten neun Monaten des Jahres hätten genau den Markterwartungen entsprochen, schrieb Analyst Benjamin Leyre in seiner aktuellen Studie. Beim Schuldenstand habe der Konzern zudem positiv überrascht. Die negativen Entwicklungen auf operativer und regulatorischer Ebene seien wahrscheinlich schon eingepreist. Die Aktie sei im Branchenvergleich günstig.

Quelle: Börsenmedien AG

Weiter ein Kauf

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls auf der Seite der Optimisten. E.on zählt zu den besten europäischen Versorgern und ist unter den deutschen Versorger-Aktien der klare Favorit. Hellen sich die politischen Rahmenbedingungen wieder etwas auf, dürfte die Aktie endlich in Schwung kommen und nach und nach Kurs auf das Kursziel von 18,50 Euro nehmen. Vor weiteren massiven Turbulenzen schützt ein Stopp bei 12,50 Euro.

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