Die EZB macht nichts – der DAX zieht an

Die EZB macht nichts – der DAX zieht an
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Thorsten Küfner 03.06.2015, 14:45 ‧ Thorsten Küfner

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält ihren Leitzins unverändert bei Null. Der wichtigste Leitzins, zu dem sich die Banken für eine Woche Zentralbankgeld leihen können, beträgt damit weiterhin lediglich 0,05 Prozent. Der Zinssatz zur Spitzenrefinanzierung beträgt weiterhin 0,3 Prozent. Der Satz für Einlagen, die die Banken bei der EZB deponieren, bleibt bei minus 0,2 Prozent.

Die EZB zeigt derzeit keine Neigung, ihr milliardenschweres Wertpapierkaufprogramm abzuändern. Die im März gestarteten Käufe unter anderem von Staatsanleihen würden bis September 2016 fortgeführt, sagte EZB-Präsident Mario Draghi. In jedem Fall aber werde das Programm fortgesetzt, bis die Inflation sich wieder nachhaltig dem Zielwert der Notenbank von knapp zwei Prozent nähere. Zurzeit liegt sie deutlich darunter. Auf Rückfrage sagte Draghi, zurzeit gebe es keinen Grund, das Kaufvolumen aufzustocken. Falls es notwendig werden sollte, könne man aber Größe und Ausgestaltung des Programms einer Prüfung unterziehen. Über einen Ausstieg aus der Geldschwemme habe der EZB-Rat noch nicht diskutiert. "Es liegt noch ein weiter Weg vor uns." Exit-Strategien seien ein anspruchsvolles Thema, von dem man noch weit entfernt sei", sagte Draghi. Mit dem Negativzins will die EZB die Kreditvergabe anschieben. Die Entscheidungen der Notenbank wurden bereits von Analysten durchweg erwartet.

Für die weitere Entwicklung des DAX dürfte nun vor allem die Griechenland-Problematik entscheidend sein. Die EZB hat im griechischen Schuldenstreit eine "starke Vereinbarung" zwischen Athen und seinen Geldgebern gefordert. "Es sollte eine starke Vereinbarung sein - eine die Wachstum erzeugt", so EZB-Präsident  Draghi. Zum Inhalt der laufenden Verhandlungen wollte sich Draghi nicht äußern. "Die Verhandlungen laufen gerade, also gibt es keinen Grund, die verschiedenen Aspekte zu kommentieren." Zugleich bekannte sich der Notenbankchef zur Euro-Mitgliedschaft
Griechenlands. "Die EZB will Griechenland im Euroraum halten", versicherte Draghi.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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