Deutsche Börse: Die Zeit drängt

Deutsche Börse: Die Zeit drängt
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Fabian Strebin 25.11.2016, 08:06 ‧ Fabian Strebin

Die Deutsche Börse erwartet, dass die EU-Kommission in der zweiten Dezemberwoche konkrete Hinweise gibt, was einer Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) noch im Wege stehen könnte, so Reuters. Die Kommission selbst rechnet mit einer endgültigen Entscheidung erst im Frühjahr 2017. Für die Deutsche Börse hat der Zusammenschluss mehr als strategische Gründe

Droht die Übernahme?

Mit einer Marktkapitalisierung von 14 Milliarden Euro sei man 2006 weltweit der größte Marktbetreiber gewesen, so Finanzvorstand Gregor Pottmeyer gegenüber der Börsen-Zeitung. Amerikanische und chinesische Wettbewerber hätten durch Zukäufe aber den Konzern weltweit wahrscheinlich auf den vierten Rang verdrängt. Mit organischem Wachstum alleine sieht der Vorstand keine Möglichkeit den Rückstand aufzuholen.

Sorgen macht sich Pottmeyer auch, dass die Regulierung in Zukunft von ausländischen Börsenbetreibern bestimmt werden könnte. Zudem könnte sich die LSE wegen dem Brexit mehr an den USA orientieren. Denkbar sei sogar, dass die Deutsche Börse zum Ziel einer Übernahme werden könnte.

Chancen durch Zinsanstieg

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Auch wenn die EU-Kommission Bedenken angemeldet hat: Die Deutsche Börse kann immer noch Beteiligungen verkaufen, um die Vorgaben der Regulierer zu erfüllen. Durch die weltweit steigenden Zinsen und die politische Unsicherheit dürfte die Deutsche Börse als Marktbetreiber außerdem in den nächsten Monaten von erhöhter Volatilität profitieren. Eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent begrenzt das Abwärtspotenzial. Für den AKTIONÄR ist die Aktie ein Kauf, das Kursziel liegt unverändert bei 90 Euro, ein Stopp bei 60 Euro sichert die Position ab.

Nur weil jeder etwas weiß, muss es noch lange nicht wahr sein!

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