Deutsche Bank: Wann kommt der Befreiungsschlag?

Deutsche Bank: Wann kommt der Befreiungsschlag?
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DER AKTIONÄR 08.11.2018, 14:01 DER AKTIONÄR

Die Aktie der Deutschen Bank legt am Donnerstag zu. Dabei wird sie jedoch nur von guten Zahlen der Konkurrenz nach oben gehievt. Eigene gute Ergebnisse sind nach wie vor Mangelware.  

Der kleinere deutsche Konkurrent Commerzbank hat heute mit seinen Quartalszahlen die Analysten überrascht. Der befürchtete Gewinneinbruch fiel kleiner aus als gedacht. Auch die französische Großbank Société Générale hat Quartalszahlen präsentiert. Dank eines starken Investmentbankings und guter Geschäfte im Ausland hat die SocGen sogar deutlich mehr als im Vorjahr verdient. Der Gewinn stieg im dritten Quartal um 16 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten deutlich. Die Aktie der Société Générale verbessert sich heute um mehr als zwei Prozent. 

Commerzbank vor Deutscher Bank

Die Deutsche Bank hinkt hinterher, gleich in mehrfacher Hinsicht. So hatte es Chef Christian Sewing mit der Bilanz zum dritten Quartal nicht geschafft, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Im Gegenteil: Die Aktie sackte zeitweise deutlich unter die 9-Euro-Marke ab und markierte Ende Oktober bei 8,42 Euro ein neues Rekordtief. 

Auch in Sachen Handelsaktivitäten mit strukturierten Wertpapieren hat die Commerzbank die Nase vorn. Die Deutsche kommt nur auf Platz 2. Laut Deutscher Derivateverband DDV führt die Commerzbank in der Emittenten-Rangliste mit einem Marktanteil von 15,6 Prozent. Auch bei den Hebelprodukten verteidigte die Commerzbank mit einem Anteil von 19,7 Prozent den ersten Platz. Lediglich Anlageprodukten bestätigte die Deutsche Bank mit einem Anteil von 13,6 Prozent ihre führende Stellung.

Aktie der Deutschen Bank noch im Abwärtstrend

Für die CoBank spricht auch die Aktienkursentwicklung. Die Deutsche Bank hängt noch im Abwärtstrend. Die erste charttechnisch bedeutsame Hürde seit September verläuft derzeit bei 9,37 Euro, die 90-Tage-Linie liegt bei 9,85 Euro und eine mittelfristige Abwärtstrendlinie wird den Kurs der Deutschen bei 10,30 Euro behindern.  

Quelle: Börsenmedien AG

Auf einen Befreiungsschlag müssen interessierte Börsianer also noch warten. Charttechnisch wäre die Luft rein erst oberhalb von 11,28 Euro, wo die Deutsche Bank Ende Juli scheiterte. Ein Kauf der Aktie hat weiterhin keine Priorität. Die Profitabilität der Bank muss sich erst nennenwert bessern.

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