Deutsche Bank: "Verkauf der Aktie nicht mehr angebracht"

Deutsche Bank:
Foto: Börsenmedien AG
DAX -%
Andreas Deutsch 04.06.2014, 13:51 Andreas Deutsch
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar
  • Link klicken
  • Häkchen setzen
  • Vorteile genießen

Einzelheiten zur Kapitalerhöhung gibt es noch keine. Trotzdem steht die Aktie der Deutschen Bank im Fokus der Anleger. Grund ist eine Aufstufung durch Goldman Sachs. Das Kursziel hat die US-Investmentbank allerdings gesenkt. Die Börsianer greifen bei der tief gefallenen Aktie zu.

Goldman Sachs hat die Aktien der Deutschen Bank von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 35,70 auf 32,30 Euro gesenkt. Durch die zweimalige Kapitalerhöhung seit Anfang vergangenen Jahres sei die Aktienzahl um 37 Prozent gestiegen und die Titel hätten entsprechend nachgegeben, schrieb Analyst Jernej Omahen in seiner Studie. Damit erscheine eine Verkaufsempfehlung nun weniger angebracht.

Das gesunkene Kursziel reflektiere den Einfluss der von der Bankenaufsicht EBA gesetzten Standards auf die Kapitalausstattung, der Kapitalmaßnahmen und seine revidierten Gewinnschätzungen. Zum neuen Ziel hätten die Papiere nun ein begrenztes Aufwärtspotenzial, das dem anderer mit "Neutral" eingestuften Banken entspreche. Zudem bleibe die geringe Profitabilität und folglich die inadäquate organische Kapitalbildung - also die Einbehaltung von Gewinnen - die größte Herausforderung für die Bank.

Gleichwohl erhöhten das Investmentbanking und das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank - und zwar selbst dann, wenn die Finanzmarktregulierung vollumfänglich umgesetzt werden sollte. Bei Schweizer Banken mit starkem Fokus auf das Investmentbanking allerdings gilt Omahen zufolge das Gegenteil.

Niedrige Spanne

Die Deutsche Bank steht am Mittwoch nicht nur wegen der Studie, sondern auch wegen der Kapitalerhöhung im Fokus. In den Medien ist von einer Bezugspreisspanne von 21 bis 21,50 Euro die Rede, was am unteren Ende der Erwartungen liegt. Von der Deutschen Bank selbst war bislang noch nichts dazu zu hören.

Quelle: Börsenmedien AG

Zu viele Risiken

Die Deutsche Bank hat eine Menge Probleme – unter anderem die zahlreichen Prozesse, die die Bank noch ein paar Milliarden kosten könnten. Die Risiken spiegeln sich für jeden sehr gut sichtbar im Aktienkurs wider. Die Aktie notiert mittlerweile unterhalb des Widerstands bei 30 Euro. Vor Kurzem fiel das Papier unter den Stopp des AKTIONÄR. Der Titel ist derzeit bestenfalls eine Halte-Position.

(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.
Deutsche Bank - €

Buchtipp: Alles über Elliott-Wellen

Elliott-Wellen sind mehr als ein Analysewerkzeug – sie sind ein Blick in die Psychologie der Märkte. „Alles über Elliott-Wellen“ vereint A. Hamilton Boltons wichtigste Arbeiten und zeigt, wie Preisbewegungen zyklisch entstehen. Dieses Standardwerk erklärt Prinzipien, Muster und praktische Anwendung der Theorie – ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Trader, Analysten und Börsenprofis, die Märkte nicht nur beobachten, sondern verstehen wollen. Präzise, tiefgründig und zeitlos aktuell.

Alles über Elliott-Wellen

Autoren: Bolton, A. Hamilton
Seitenanzahl: 448
Erscheinungstermin: 11.06.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-073-7

Preis: 39,90 €