Deutsche Bank: US-Probleme beschleunigen den Sturzflug

Deutsche Bank: US-Probleme beschleunigen den Sturzflug
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DER AKTIONÄR 31.05.2018, 16:07 DER AKTIONÄR

Die Aktie der Deutschen Bank hat an Fronleichnam einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Zeitweise stürzte der DAX-Wert heute um mehr als sieben Prozent ab und belastete damit auch den deutschen Leitindex, der am Nachmittag etwa ein Prozent unter Vortag lag.

Grund für den aktuellen Kurssturz: Das Amerika-Geschäft der Deutschen Bank AG wurde auf eine Federal-Reserve-Liste von Problembanken gesetzt und einer Gruppe von in Schwierigkeiten geratenen Kreditgebern hinzugefügt, die von der zuständigen US-Regulierungsbehörde überwacht werden.

US-Geschäft finanziell labil

Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) sieht das US-Geschäft der Deutschen Bank derart schwach, dass die eigene finanzielle Lebensfähigkeit gefährdet sei, sagte ein Insider am Donnerstag und bestätigte damit erste Berichte der Financial Times und des Wall Street Journal. Offenbar wird Deutschlands größtes Geldhaus schon seit rund einem Jahr von den US-Aufsichtsbehörden beobachtet.

Eine E-Mail aus den USA, deren Wortlaut von Bloomberg veröffentlicht wurde, relativiert die Vorwürfe: "Das oberste Mutterunternehmen des Deutsche Bank-Konzerns, die Deutsche Bank AG, ist sehr gut kapitalisiert und verfügt über erhebliche Liquiditätsreserven", hieß es dort. Auch die US-Tochter Deutsche Bank Trust Company America habe eine sehr robuste Bilanz. Und weiter: "Wir konzentrieren uns sehr darauf, identifizierte Schwachstellen in unseren US-Betrieben zu beheben." Die Bank hat in den vergangenen drei Jahren Geld verloren, prognostiziert aber in diesem Jahr eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Talfahrt des Aktienkurses beschleunigt sich 

Die Deutsche Bank-Aktie stürzte am Donnerstag an der Frankfurter Börse zeitweise um rund sieben Prozent auf ein neues Rekordtief bei 9,23 Euro ab. Allein seit Jahresanfang summieren sich die Kursverluste damit auf über 40 Prozent. DER AKTIONÄR empfahl mehrfach - zuletzt am Dienstag, Bank-Aktien im Allgemeinen und die Deutsche im Speziellen bis auf weiteres zu meiden.

Quelle: Börsenmedien AG

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