DAX und MDAX schwächer: Redcare, Lanxess und Siemens im Blickpunkt

DAX und MDAX schwächer: Redcare, Lanxess und Siemens im Blickpunkt
Foto: ap/ dpa/ Boris Roessler
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Thorsten Küfner 17.05.2024, 18:38 Thorsten Küfner

Der DAX hat sich am Freitag vor Pfingsten etwas müde präsentiert. So belief sich das Minus am Ende des Tages auf 0,18 Prozent. Am Ende notierte der Leitindex bei 18 704,42 Punkten. Das Ergebnis der Handelswoche fällt mit minus 0,4 Prozent negativ aus.

Angetrieben von den Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed hatte der DAX im Wochenverlauf bei knapp 18 893 Punkten seine Bestmarke aufgestellt. Mit der 19 000er Marke vor Augen, sagte der Finanzmarktexperte Andreas Lipkow, scheine dem Dax auf seiner Rekordjagd so langsam die Luft auszugehen. Commerzbank-Experte Thorsten Weinelt sprach von einer "zunehmend überkauften Lage", sodass die Aufwärtsdynamik vorerst an Fahrt verlieren könnte. Auch die US-Börsen fungierten zum Wochenschluss nicht mehr als Treiber.

Der MDAX, der die zweite deutsche Börsenliga darstellt, hat in dieser Woche mit 2,6 Prozent deutlich zugelegt und damit ein Signal gesendet, dass er sein deutliches Aufholpotenzial im Vergleich zum DAX zu reduzieren versucht. Für ihn ging es am Freitag um 0,24 Prozent auf 27 441,23 Punkte nach unten.

Im MDAX ging es für die Titel des Chemiekonzerns Lanxess um 4,1 Prozent nach unten. Exane BNP hatte die Papiere ebenso wie das Analysehaus Jefferies abgestuft. Noch viel stärker unter Druck gerieten dort die Aktien von Redcare Pharmacy , dem dem größten Indexgewinner im vergangenen Jahr. Sie setzten ihre Anfang April begonnene Korrektur mit einem Abschlag von gut neun Prozent verstärkt fort.

Von den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Wochen blieb für die Anleger von Siemens am Freitag kaum etwas übrig. Die Papiere des DAX-Konzerns rutschten zwischenzeitlich auf das tiefste Niveau seit Februar, bevor sie das Minus etwas auf 1,4 Prozent eindämmten. Am Montag hatten sie noch ein Rekordhoch erreicht, auf das zuletzt Gewinnmitnahmen gefolgt waren.

Sartorius waren erneut schwach, mit minus 3,3 Prozent fielen sie in Richtung Jahrestief. Der Erholungspfad beim Labor- und Pharmaausrüster bleibe steinig, schrieb die Deutsche Bank in ihrem Kommentar zum Kapitalmarkttag. Es sei enttäuschend, dass sich der Auftragseingang im zweiten Quartal offenbar noch einmal abschwäche.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab am Freitag um 0,16 Prozent auf 5064,14 Punkte nach. Moderate Verluste gab es auch an den Länderbörsen in Paris und London. In New York standen die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsschluss nahe an ihrem Vortagsniveau.

DAX (WKN: 846900)

Mit Material von dpa-AFX

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