DAX und Co: Unerfreulicher Wochenausklang – US-Banken belasten – Wacker Chemie und DWS überzeugen

DAX und Co: Unerfreulicher Wochenausklang – US-Banken belasten – Wacker Chemie und DWS überzeugen
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14.01.2022, 18:06 ‧ Carsten Kaletta

Die ersten Quartalsberichte großer US-Banken haben am Freitag enttäuscht und auch am deutschen Aktienmarkt belastet. Vor allem das Zahlenwerk von JPMorgan fiel bei den Investoren durch. Auch Citigroup konnte die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Erschwerend kam hinzu, dass der für die US-Wirtschaft so wichtige Einzelhandel im saisonal wichtigen Monat Dezember überraschend schwach abschnitt. In diesem Umfeld sank der deutsche Leitindex Dax um 0,9 Prozent auf 15.883 Punkte. er MDax der mittelgroßen Börsentitel gab am Freitag um 0,8 Prozent auf 34.519 Zähler nach.

DAX (WKN: 846900)

Nach wie vor sorgt die hohe Inflation und die damit verbundene Aussicht auf bald steigende Leitzinsen für Vorsicht unter Anlegern. Mehrere Mitglieder der US-Notenbank Fed hatten sich am Donnerstag für eine zeitnahe Anhebung der heimischen Leitzinsen ausgesprochen, was eine schnellere geldpolitische Straffung immer wahrscheinlicher macht.

Teils enttäuschende Quartalsberichte großer US-Banken belasteten auch die Deutsche Bank und die Commerzbank . Deutsche Bank sanken um zwei Prozent. Hier hatten außerdem einige Analysten in Ausblicken auf die Ende Januar anstehenden Zahlen ihre Ergebnisschätzungen wegen höherer Kosten gekappt. Commerzbank verloren 1,5 Prozent.

Die Aktien von Europas größtem Softwarehersteller SAP schlossen nach starkem Auf und Ab am Ende nahezu unbewegt. Die Walldorfer hätten zwar die Unternehmensziele für die Cloud- und Software-Erlöse im vierten Quartal übertroffen, doch die Profitabilität habe mit dem Umsatzwachstum nicht mithalten können, monierten Händler.

Mit minus 4,2 Prozent zeigten sich außerdem die Anteile der Software AG im MDax schwach. Die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte den Daumen über dem Darmstädter Unternehmen und strich die Kaufempfehlung.

Zahlen zum vierten Quartal gab es neben SAP auch von Wacker Chemie . Wegen hoher Preise und einer guten Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr verdiente der Spezialchemiekonzern operativ mehr als erwartet. Die Aktien nahmen im MDax die Spitze ein und stiegen um 7,3 Prozent.

Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS rechnet wegen höherer Gebühreneinnahmen mit einem überraschend guten Jahresabschluss, was der Aktie im SDax zu einem Plus von 2,1 Prozent verhalf.

(Mit Material von dpa-AfX)

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