DAX, MDAX und SDAX im Jahr 2020: 3 Gewinner

DAX, MDAX und SDAX im Jahr 2020: 3 Gewinner
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Marion Schlegel 30.12.2020, 16:10 Marion Schlegel

Der DAX hat am Ende eines turbulenten Börsenjahres leicht nachgegeben. Der deutsche Leitindex schloss am Mittwoch in einem ruhigen Geschäft 0,3 Prozent tiefer bei 13.718,78 Punkten, nachdem er bereits am Vortag nach einem Rekord bei 13.903 Punkten ein wenig geschwächelt hatte. In Frankfurt wurde verkürzt bis 14 Uhr gehandelt.

DAX (WKN: 846900)

Der MDAX der mittelgroßen Werte schloss am Mittwoch 0,4 Prozent tiefer bei 30.796,26 Punkten, während der Nebenwerteindex SDAX nahezu auf der Stelle trat. Auch diese beiden Börsenbarometer hatten am Vortag Höchststände erreicht. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab zuletzt um 0,2 Prozent nach.

MDAX (WKN: 846741)

Gemessen am Schlussstand Ende 2019 von 13.249,01 Punkten verbuchte der DAX trotz des zwischenzeitlichen Corona-Crashs noch ein Jahresplus von 3,5 Prozent. Die Indizes der zweiten Börsenreihe haben sich in diesem Zeitraum noch besser geschlagen: Der MDAX der mittelgroßen Werte schaffte einen Anstieg von 8,8 Prozent und bei dem Nebenwerteindex SDAX steht gar ein Gewinn von 18 Prozent zu Buche.

SDAX (WKN: 965338)

Den letzten Schub zum Rekord gaben dem DAX nach Weihnachten der Brexit-Deal und das US-Konjunkturpaket. Zudem wird der deutsche Leitindex seit längerem von der Hoffnung auf sichere und effektive Impfstoffe gegen das Corona-Virus gestützt.

Am heutigen Mittwoch zählten die Anteilsscheine von Delivery Hero mit einem Plus von 1,2 Prozent zu den Favoriten im DAX. Auf Jahressicht haben sie sich mit einem Gewinn von rund 80 Prozent im Leitindex sogar am besten geschlagen. Das Unternehmen war erst im August für den wegen eines Bilanzskandals insolventen Zahlungsabwickler Wirecard in die erste deutsche Börsenliga aufgerückt und profitiert vom Trend hin zu Online-Essenslieferungen.

Am DAX-Ende fielen die Papiere von MTU am Mittwoch um rund zwei Prozent. Der Zusammenbruch des Flugverkehrs im Zuge der Corona-Pandemie belastete nicht nur die Airlines schwer, sondern auch Flugzeugbauer wie Boeing und Airbus und deren Triebwerkslieferanten wie eben MTU. Bei MTU beläuft sich das Minus aufs Jahr gerechnet auf rund 16 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)

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