DAX in Lauerstellung: Ja, nein … vielleicht – das Warten geht weiter!

DAX in Lauerstellung:  Ja, nein … vielleicht – das Warten geht weiter!
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Michael Schröder 19.02.2015, 13:34 ‧ Michael Schröder

Neue Wende im griechischen Schuldendrama: Die Bundesregierung hat am Donnerstag Hoffnungen der Athener Regierung auf grünes Licht für eine Verlängerung der Finanzhilfen platzen lassen. Nach einem kurzen Sprung auf ein Allzeithoch, ist der DAX wieder in Deckung gegangen.

Heute Vormittag haben Griechenlands Euro-Partner den Eingang des mit Spannung erwarteten Hilfsgesuchs aus Athen bestätigt. Der DAX markierte im Anschluss ein neuens Rekordhoch bei 11.022 Punkten.

Doch die Freude der Anleger währte nicht lange: "Der Brief aus Athen ist kein substanzieller Lösungsvorschlag", sagte der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble, Martin Jäger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Griechen hatten den lange angekündigten Antrag am Donnerstagmorgen auf den Weg gebracht. Noch am selben Tag will sich die sogenannte Arbeitsgruppe der Eurozone damit beschäftigen. Für Freitagnachmittag ist ein Treffen der Finanzminister in Brüssel angesetzt. Jäger sagte, in Wahrheit ziele der Antrag auf eine Brückenfinanzierung, ohne die Anforderungen des Programms zu erfüllen: "Das Schreiben entspricht nicht den am Montag in der Eurogruppe vereinbarten Kriterien."

In griechischen Regierungskreisen hieß es, die Geldgeber würden den Inhalt des Antragsschreibens mit entsprechenden Zusagen zu 95 Prozent mittragen. Athen wolle versichern, dass es all seine Schulden an die Geldgeber zurückzahlen werde und all seine Verpflichtungen anerkenne. Zudem binde sich Athen daran, keine einseitigen Schritte zu unternehmen, die für zusätzliche Defizite sorgen könnten. Zugleich will Athen aber Maßnahmen zur Entlastung der notleidenden Bevölkerung treffen.

Das Fazit bleibt: DER AKTIONÄR setzt auf eine Einigung – in welcher Form auch immer – im Streit mit Griechenland und damit auf mittelfristig weiter steigende Kurse beim DAX. Kurzfristig dürfte die Volatilität aber wieder zu nehmen. Bei 10.810, 10.600 und 10.500 Punkten beziehungsweise bei 10.454 Zählern, wo noch ein Gap zu schließen wäre, warten die nächsten Unterstützungen. Mit dem nachhaltigen Sprung über 11.000 Zähler würde ein Kaufsignal generiert. Solange bleibt DER AKTIONÄR vorerst an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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