DAX & Co: Inflationssorgen belasten – SAP und Infineon bei den Verlieren – Teamviewer mit Intraday-Rebound

DAX & Co: Inflationssorgen belasten – SAP und Infineon bei den Verlieren – Teamviewer mit Intraday-Rebound
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17.02.2021, 18:39 ‧ Carsten Kaletta

Steigende Renditen an den Anleihemärkten sind den Anlegern an den Aktienbörsen am Mittwoch aufs Gemüt geschlagen. Mit einer höheren Verzinsung von als sicher geltenden Bonds gewinnen diese tendenziell an Attraktivität im Vergleich zu Aktien als riskanteres Investment. Vor allem in den USA legten die Renditen von Staatspapieren mit langen Laufzeiten zuletzt kräftig zu. Aber auch hierzulande weisen die Anleihezinsen aufwärts. Der DAX gab um 1,10 Prozent auf 13.909,27 Punkte nach und fiel wieder unter die 14.000er Marke. Auch der MDAX verlor mehr als 1,2 Prozent.

DAX (WKN: 846900)

Immer häufiger ist in Marktkommentaren die Rede von einer Rückkehr der Teuerung. Befeuert wird diese Einschätzung vor allem vom milliardenschweren Hilfspaket in den USA zur Ankurbelung der Konjunktur. Das könne steigende Preise und mithin eine höhere Inflation zur Folge haben, so die Befürchtung an den Märkten. "Größer ist jetzt besser", hatte US-Präsident Joe Biden am Vorabend mit Blick auf den Umfang der staatlichen Hilfen gesagt.

Enttäuschende Aussagen von Beiersdorf zur Profitabilität in diesem Jahr schickten die Aktien auf Talfahrt, am DAX-Ende büßten sie fast sechs Prozent ein. Zusätzliche Investitionen des Konsumgüterherstellers dürften zu Lasten der Gewinne gehen. 

Zu den schwächsten Titel im Leitindex zählten auch SAP und Infineon mit Verlusten von jeweils mehr als drei Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf die Kursschwäche an der technologielastigen Nasdaq-Börse in den USA.

Die Papiere von Zalando rutschten um 6,5 Prozent ab, weil die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik ihre Zalando-Aktien an ihre eigenen Anteilseigner weiterreichen will. Mit Kinnevik verliere der Online-Modehändler einen langjährigen Großaktionär, schrieb Analyst Mark Josefson von Pareto Securities. 

Nur kurz unter Druck gerieten Teamviewer nach einem weiteren Aktienverkauf des Großaktionärs Permira. Dieser trennt sich von Teamviewer-Aktien im Umfang von fast 600 Millionen Euro. Der Kurs drehte aber wieder ins Plus und schloss 4,6 Prozent höher an der MDax-Spitze. Mit jeder Platzierung steige der Streubesitz, sagte ein Händler, und damit auch die Chance auf einen Aufstieg des Software-Dienstleisters in den Dax.


(Mit Material von dpa-AFX)

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