Daimler, BMW, VW und BYD: Chinas Automarkt legt zweistellig zu

Daimler, BMW, VW und BYD: Chinas Automarkt legt zweistellig zu
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Jochen Kauper 08.07.2016, 08:11 Jochen Kauper

In China hat sich das Wachstum des Automarkts dank Steuererleichterungen und einer immens hohen Nachfrage nach City-Geländewagen weiter beschleunigt. Im Juni sei die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 19,4 Prozent auf 1,7 Millionen Stück gestiegen, teilte der Branchenverband PCA am Freitag in Peking mit. Damit zog das Absatztempo noch mal deutlich an. In den ersten sechs Monaten wurden damit auf dem weltgrößten Automarkt 10,8 Millionen Fahrzeuge verkauft - ein Plus von 9,5 Prozent.

Starke Nachfrage nach Geländewagen

Der Anteil von Geländewagen (SUV) lag im ersten Halbjahr bei 35 Prozent und damit 8 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Dieser Typ ist in China derzeit besonders stark gefragt, da zahlungskräftige Familien oft den Wunsch nach einem zweiten Kind haben und sich große Autos wünschen. Zudem profitiert die Fahrzeugklasse gerade von einer hohen Nachfrage nach Typen mit kleinen Motoren, die von der im vergangenen Jahr eingeführten Steuersenkung betroffen sind.
China hatte im vergangenen Herbst nach Absatzproblemen im Sommer 2015 Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Seit Oktober ist die Mehrwertsteuer für Autos mit einem Motor von höchstens 1,6 Liter Hubraum niedriger als zuvor. China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für die deutschen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen.

Quelle: Börsenmedien AG

BYD vor VW?

Fazit: Der wichtigste Absatzmarkt der Welt startet wieder durch, VW ist der größte Profiteur. Nach Ansicht von DER AKTIONÄR ist die VW-Aktie derzeit die interessanteste Wette im Autosektor. Das Schlimmste sollte nach dem Abgas-Skandal im Kurs enthalten sein. Zwischen 105 Euro und 110 Euro sollte sich auf 12 bis 24 Monaten eine attraktive Kaufchance ergeben. Die Papiere von Daimler und BMW sind noch auf der Suche nach einem tragfähigen Boden. Was wird hier eingepreist? Der Automarkt ist im Umbruch, es werden viele Milliarden in die Elektromobilität investiert werden müssen, die Gewinne demnach niedriger ausfallen. Wird auch der eine oder andere Hersteller auf der Strecke bleiben? GM könnte ein Kandidat sein.

Spannend ist auch das Papier von BYD. Damit setzen Anleger auf den Ausbau der Elektromobilität in China sowie auf die Tatsache, dass China seine heimischen Hersteller in Zukunft pushen wird.

 

(Mit Material von dpa-AFX).

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