Daimler, BMW und Volkswagen stehen mächtig unter Druck – Aktien technisch angeschlagen

Daimler, BMW und Volkswagen stehen mächtig unter Druck – Aktien technisch angeschlagen
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DER AKTIONÄR 24.07.2017, 08:50 DER AKTIONÄR

Was ist nur aus der deutschen Autoindustrie geworden? Sie war der Stolz der deutschen Industrie, mehr als 800.000 Beschäftigte arbeiten in der Branche, sorgen für einen Umsatz von mehr als 400 Milliarden Euro. Und jetzt? Von dem Stolz wird bald nicht mehr viel übrig sein. Zur Diesel-Affäre kommt jetzt auch noch ein Kartellskandal.
Heißt: Die deutschen Automobilkonzerne sollen sich in der Vergangenheit illegal abgesprochen haben. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Nach dem derzeitigen Nachrichtenstand hatte VW schon am 4. Juli 2016 Selbstanzeige beim Kartellamt eingereicht. Daimler angeblich kurz danach.

Verbotene Absprachen über Jahre hinweg
Über mehrere Jahrzehnte sollen sich die Manager der deutschen Autobauer VW, Daimler, BMW, Porsche und Audi illegal über die Fahrzeugentwicklung, Kosten, und Zulieferer abgesprochen haben. Derzeit prüfen Das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbskommission entsprechende Hinweise.
Die Konzerne sollen sich unter anderem über die Technik zur Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge abgestimmt und damit die Basis für den Dieselskandal gelegt haben.

Milliardenstrafe möglich

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, dkönnte den Autobauern eine der höchsten Kartellstrafen in der EU drohen. Zudem könnte es einer der größten Skandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte werden.

Die Aktien der deutschen Autobauer sind aufgrund der aktuellen Entwicklung sicherlich nicht zum Kauf zu empfehlen. Ohnehin bleibt doch die Frage, ob hier nicht das Vertrauen bald völlig zerstört sein wird. Vom Imageverlust ganz zu schweigen. Es ist auch schade, dass die Konzerne sich so lange neuen Entwicklungen wie zum Beispiel der Elektromobiliät verweigert haben.

Aktien technisch angeschlagen
Nach einem kurzem Aufbäumen konnte sich Daimler nicht mehr besser als der DAX entwickeln. Jetzt könnte die starke Unterstützung bei 58,50 Euro erneut ins Auge gefasst werden.

Quelle: Börsenmedien AG
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BMW hat ebenfalls die 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Bei 80,50 Euro herrschte zuletzt etwas Kaufinteresse, allerdings steht zu befürchten, dass auch BMW den Abwärtstrend fortsetzen wird. Eine stärkere Unterstützung wartet bei rund 78,50 Euro.

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