Commerzbank: Jetzt schaltet sich auch Italien ein

Commerzbank: Jetzt schaltet sich auch Italien ein
Foto: Bloomberg/Kontributor/GettyImages
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Michael Herrmann 24.09.2024, 13:31 Michael Herrmann

Der Übernahmekrimi um die Commerzbank wird zunehmend zu einem Politikum. Die Bundesregierung kritisiert die italienische Bank und ihren Chef Andrea Orcel scharf wegen ihres Vorgehens. Italiens Regierung ist darüber wiederum wenig begeistert.

Beamte der Regierung von Premierministerin Giorgia Meloni kritisieren hinter vorgehaltener Hand, dass Berlin sich einerseits für mehr europäische Integration einsetzt, andererseits jedoch gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank ausspricht. Das berichtet Bloomberg News.

Einige Vertreter aus Rom sollen jedoch auch geäußert haben, dass UniCredit-Chef Andrea Orcel bei seinem Vorgehen bezüglich der Frankfurter Bank zu aggressiv aufgetreten sei, was die Beziehungen zwischen den beiden Ländern belasten könnte.

Am Montagabend hatte Bundeskanzler Olaf Scholz das Vorgehen von UniCredit im Zusammenhang mit der Commerzbank scharf kritisiert. „Unfreundliche Attacken, feindliche Übernahmen sind nicht das, was für Banken eine gute Sache ist“, sagte Scholz während seines aktuellen Besuchs in New York.

Zuvor hatte die italienische Großbank mitgeteilt, dass sie sich über Finanzinstrumente einen rechnerischen Anteil von 21 Prozent an der Commerzbank gesichert habe und die Erlaubnis beantragt habe, bis zu 29,9 Prozent der Bank zu übernehmen.

Unterdessen hat sich mit Andreas Pläsier ein weiterer Analyst zu Wort gemeldet. Der Experte von Warburg Research hat die Commerzbank weiterhin mit „Buy“ und einem Kursziel von 16,70 Euro eingestuft. Die Aktie sei noch immer günstig bewertet, was Andrea Orcel gute Argumente liefern dürfte, den Deal weiter voranzutreiben.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Bewertung der Commerzbank ist in der Tat attraktiv. Selbst ohne Übernahmefantasie besteht noch Potenzial nach oben. Anleger lassen sich von den jüngsten Kursverlusten nicht verunsichern, zumal UniCredit trotz Widerständen an einer Übernahme interessiert ist, die nach wie vor möglich bleibt.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Müller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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