Capital-Depesche: Finger weg, denn die Ziele der Commerzbank sind zu hoch

Capital-Depesche: Finger weg, denn die Ziele der Commerzbank sind zu hoch
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01.08.2016, 13:43 ‧ Werner Sperber

Die Capital-Depesche erinnert an den Kurssturz von mehr als 40 Prozent seit Jahresbeginn. Damit hat die Commerzbank unter den DAX-Werten am meisten verloren. Ebenso katastrophal wie der Kursverlauf ist der Bericht zum zweiten Quartal des laufenden Jahres. Der Gewinn sank im Jahresvergleich um ein Drittel auf 209 Millionen Euro. Noch schlimmer ist jedoch, die Kernkapitalquote sank von 12,0 auf 11,5 Prozent.

Martin Zielke, im Mai vom Privatkunden-Vorstand zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen, bestätigte dennoch das Ziel, im Gesamtjahr einen Gewinn von einer Milliarde Euro erwirtschaften zu wollen. Vor dem Hintergrund eines Halbjahresgewinns von mickrigen 372 Millionen Euro ist das eine herausfordernde Prognose, die Raum bietet für eine Senkung. Die Capital-Depesche rät deshalb weiter zum „Verkauf“ der Aktie, die mit einem KGV von 6 für das nächste Jahr bewertet ist. Das Kursrisiko reicht bis 4,50 Euro.

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