Bußlers Goldgrube: „Das System stinkt zum Himmel“

Bußlers Goldgrube: „Das System stinkt zum Himmel“
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 24.11.2014, 16:05 ‧ DER AKTIONÄR

Die Abstimmung in der Schweiz wirft ihren Schatten voraus. Am kommenden Wochenende stimmen die Schweizer über die Initiative „Rettet unser Gold“ ab. Mittlerweile scheinen die Gegner jedoch die Nase vorn zu haben. Das jedenfalls sagen die jüngsten Umfragen. „Es kann durchaus sein, dass im Vorfeld einige ihre Shorts eingedeckt haben“, sagt Markus Bußler, Rohstoffexperte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR. Das könnte auch ein Grund für die jüngste Rallye sein.

Zwar könnte ein negatives Votum am Wochenende kurzfristig Druck auf den Goldpreis ausüben. Doch letztlich würde auf dem Goldmarkt alles beim Alten bleiben. „Vielleicht wird mit einem negativen Votum wirklich diese letzte Abverkaufswelle ausgelöst“, spekuliert Bußler. „Das würde auch mit meinem favorisierten Szenario zusammenpassen, dass der letzte Abverkauf heftig aber schnell von statten gehen wird.“

Palladium die bessere Wahl

In der Sendung „Bußlers Goldgrube“ beim Deutschen Anlegerfernsehen DAF geht er zudem auf die beide etwas vernachlässigten Edelmetalle Platin und Palladium ein. „Wenn ich wählen müsste, würde ich Palladium wählen.“ Allerdings weist Bußler auch daraufhin, dass bei sehr stark von der Automobilnachfrage abhängen. Und da die Wirtschaft weltweit nicht gerade floriert, könnte dies einem nachhaltigen Aufwärtstrend der beiden Edelmetalle doch entgegen stehen.

Comex in der Hand weniger Banken

Mit Blick auf die Comex zeigt sich Bußler wenig begeistert. „Wenn Sie sich das Verhältnis von gehandelten Unzen zu tatsächlich ausgelieferten Unzen ansehen, dann kommen Sie etwa auf 1.000 zu 1“, erklärt er. Dies sei unglaublich und zeige, dass der Goldpreis praktisch ohne gehandeltes physisches Gold gemacht wird. Wenn man sich dann noch vor Augen führe, dass die Comex praktisch in der Hand weniger Banken sei, dann sollte dies zum Nachdenken anregen. „Um es deutlich zu sagen: Das System stinkt meines Erachtens zum Himmel.“

Im Rahmen von Zuschauerfragen geht es zudem um den Explorer Niocorp. Der Niob-Markt sei grundsätzlich interessant, da es bislang nur drei Anbieter gebe. Die Liegenschaft sei gut. Allerdings dürfte es Niocorp wohl nicht gelingen, alleine in Produktion zu gehen. „Ich denke eher, dass sich früher oder später ein anderes Unternehmen – vielleicht ein Chinese – bei Niocorp einkauft“, mutmaßt Bußler. Die Aktie sei zwar risikobehaftet, aber durchaus eine Überlegung wert. Die gesamte Sendung können Sie gleich hier ansehen.

Behandelte Werte

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