Bitcoin besser als Gold? Nein!

Bitcoin besser als Gold? Nein!
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Florian Söllner 23.02.2014, 11:07 ‧ Florian Söllner

Panik bei Bitcoin-Investoren. Der Kurs auf der zeitweise größten Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox stürzt weiter ab. Innerhalb weniger Woche rutschte der Kurs von 1.000 Dollar auf jetzt nur noch rund 130 Dollar in die Tiefe. Das Problem: Mt. Gox hat das Vertrauen seiner Kunden immer noch nicht zurückgewonnen. Die Plattform hatte Schwierigkeiten, Transaktionen der Bitcoin-Währung durchzuführen – es gab einen Handelsstopp. Den Kunden wurde zwar mitgeteilt, dass der Rücktausch in Cash weiterhin reibungslos funktioniere. Doch es gibt weiterhin technische Probleme. Zu allem Überfluss wechselt Mt. Gox nun aus „Sicherheitsproblemen“ ihren Firmensitz in Tokio – vertrauensbildende Maßnahmen sehen anders aus.

Immerhin: Auf anderen Plattformen geht der Handel vergleichsweise ruhig weiter. Auf Bitstamp notiert die virtuelle Währung noch bei 600 Dollar. Doch die jüngsten Probleme zeigen deutlich auf: Die Währung ist viel zu labil, um sich als Investment-Vehikel durchzusetzen. Bitcoin-Fans, die Bitcoins schon zur Gold-Alternative ausgerufen hatten, gehen damit die Argumente aus. Noch geträumt darf hingegen davon werden, dass sich Bitcoins weniger als Anlage-Instrument und vielmehr als reine Transaktionswährung durchsetzen. Merrill Lynch lobte etwa die geringen Transaktionskosten.

Doch die Skepsis bleibt groß. So warnten im Februar russische Behörden davor, dass Bitcoin zur Geldwäsche missbraucht werden könne und ein hohes Verlustrisiko berge. "Geheimwährungen“ seien illegal.

Hauptkritikpunkt ist die hohe Volatilität. Denn es gibt viel zu wenig Bitcoins. Aktuell sind elf Millionen Stück im Umlauf, ihre Zahl ist auf 21 Millionen begrenzt.

Weiterhin meiden!

DER AKTIONÄR warnt davor, sein Geld in Bitcoins zu investieren. Das virtuelle Schöpfen einer Währung durch Software hat geringe Markteintrittsbarrieren, was Nachahmer anlocken und den eigentlichen Wert von Bitcoins – ihre Knappheit als quasi-exklusive virtuelle Währung – mittelfristig untergraben dürfte. Die Probleme von Mt. Gox verhindern zudem eine Akzeptanz von Bitcoins in der Öffentlichkeit.

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