Die Experten des Aktionärsbriefes erinnern an den "Anlagenotstand" der in den 1960er Jahren am US-Anleihenmarkt geherrscht hat. Aufgrund dieses "Notstandes" kauften die Anleger Aktien und zwar vor allem solche mit bester Bilanzqualität, solidem Wachstum und hohen Dividenden. Die Investoren bezahlten schließlich für solche Unternehmen Kurs-Gewinn-Vielfache von 40 bis 50. Damals entstand der Begriff "Nifty Fifty", welcher nun erneut die nächsten ein bis zwei Jahre prägen wird. Heute argumentieren immer mehr Fondsmanager, ein KGV von 20 bis 25 für derartige Konzerne sei aufgrund der Alternativlosigkeit nicht zu hoch. Der Schluss aus diesen Vorgängen ist: Anleger sollten sich auf Qualität und Dividende konzentrieren und europäische Aktien übergewichten.
Die BASF SE ist "Nifty Fifty" pur. Das weltgrößte Chemieunternehmen kommt auf einen Börsenwert von 70 Milliarden Euro, eine Dividendenrendite von 3,6 Prozent, sowie ein KGV von 13 für das laufende Jahr 2015 und eine von 12 für das Jahr 2016. Umsatz und Gewinn steigen seit Jahren. Institutionelle Investoren dürften die Aktie der BASF künftig deutlich stärker nachfragen. Wenn die Anleger im nächsten Jahr ein KGV von 15 bis 16 bezahlen, würde die Aktie rund 100 Euro kosten.
BASF: Ein Nifty Fifty, II; Börsenwelt Presseschau III
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