Die Experten des Aktionärsbriefes halten die Rekordwerte enthaltenden Zahlen der Allianz SE für das zweite Quartal des laufenden Jahres für erstaunlich robust. Der Gewinnsprung in der Sparte Lebensversicherungen beruht aber auf dem Wegfall positiver Sondereffekte im Vorjahreszeitraum sowie positiven Einmaleffekten im laufenden Jahr. Diese Effekte machen immerhin zwei Drittel des Gewinnanstiegs aus. Die dominierenden Negativfaktoren waren neben Verlusten in Brasilien und Russland auch anhaltende Probleme bei der US-Tochter Fireman‘s Fund. Auch wenn die Allianz die anhaltende Niedrigzinsphase offensichtlich hervorragend zu meistern weiß, ist unklar, wie es weitergeht. Es wird immer schwieriger, eine so dynamische Entwicklung aufrechtzuerhalten. Aus charttechnischer Sicht sollte die Marke von 116,60 Euro nicht unterschritten werden. Das wäre ein erstes Alarmsignal. Allerdings ist die Aktie mit einem KGV von weniger als 9 für das nächste Jahr immer noch sehr günstig bewertet. Das Kursziel beträgt dementsprechend noch immer 160 Euro.
Allianz: Sehr günstig, basta; Börsenwelt Presseschau II
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