Allianz: Diese Sparte bleibt unter Druck

Allianz: Diese Sparte bleibt unter Druck
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Michael Herrmann 21.10.2024, 09:18 Michael Herrmann

Die Allianz ist der mit Abstand größte Versicherer in Deutschland und zugleich einer der profitabelsten. Eine Sparte hat allerdings auch bei den Münchnern mit Problemen zu kämpfen: Trotz massiver Preiserhöhungen wird diese laut einer aktuellen Prognose vermutlich weiter nicht aus der Verlustzone kommen.

Schlechte Nachrichten für alle Autobesitzer in Deutschland: 2025 werden sie für ihre Kfz-Versicherung noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Das hat der Rückversicherer Hannover Rück prognostiziert. Demnach wird die Branche ihre Tarife in der Kfz-Haftpflicht im kommenden Jahr voraussichtlich im Schnitt um acht Prozent anheben.

In der Vollkasko dürften die Beiträge durchschnittlich sogar um etwa zwölf Prozent steigen, in der Teilkasko um acht Prozent. Angesichts immer teurerer Ersatzteile und Reparaturen reichen diese Erhöhungen jedoch nicht aus, um die deutschen Kfz-Versicherer aus der Verlustzone zu bringen.

„Die Erstversicherer werden in den kommenden Jahren nicht um weitere deutliche Preisanhebungen in der Kfz-Versicherung herumkommen“, sagte der scheidende Deutschlandchef der Hannover Rück, Michael Pickel. Als größter Kfz-Rückversicherer für den deutschen Markt hat der Konzern einen besonders guten Einblick in die Preisgestaltung von Erstversicherern. In der Kfz-Versicherung sind Huk Coburg und die Allianz hierzulande die beiden größten Anbieter.

Überraschend kommt die Prognose von Hannover Rück nicht. Auch das Vergleichsportal Verivox hatte etwa bereits Ende September noch deutlichere Preiserhöhungen prognostiziert. Demnach dürften die Preise sogar um 21 Prozent höher als ein Jahr zuvor liegen. Hannover Rück betrachtet allerdings nicht nur die Konditionen für Wechsler und Neukunden, sondern auch für die Bestandskunden der Kfz-Versicherer.

Allianz (WKN: 840400)

Die Kfz-Versicherung kämpft in Deutschland seit jeher mit Profitabilitätsproblemen. Die Allianz konnte das jedoch stets durch andere Teilbereiche mehr als ausgleichen. Daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Aktie bleibt ein Kauf.

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