Real-Depot-Wert Geratherm: Sonderkonjunktur durch Ebola-Virus

Real-Depot-Wert Geratherm: Sonderkonjunktur durch Ebola-Virus
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Michael Schröder 23.10.2014, 13:52 Michael Schröder

Mit einem soliden Stammgeschäft und wachstumsstarken neuen Geschäftsbereichen ist Geratherm Medical weiter auf dem Vormarsch. Nun machen Spekulationen über eine Sonderkonjunktur im Stammgeschäft die Runde. Die Aktie befindet sich auf dem Sprung.

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach erklärt: Die Wurzeln von Geratherm Medical liegen in der medizinischen Temperaturmessung. So wird ein Großteil der Umsätze auch heute noch mit umweltfreundlichen Fieberthermometern mit Galliumfüllung sowie Blutdruckmessgeräten generiert. Das Segment „Diagnostik“ reflektiert derzeit rund 66 Prozent des Gesamtumsatzes – Tendenz fallend! Drei neue Geschäftsfelder dürften die Lücke aber mehr als füllen. Zum alten Diagnostik-Geschäft kommt damit immer mehr höhermargiges Geschäft dazu.

Im Bereich der Fieberthermometer könnte der Gesellschaft nun durch die sprunghaft ansteigende Ebola-Vorsorge eine Sonderkonjunktur ins Haus stehen. Grund: Die Messung und Überwachung der Körpertemperatur ist wichtig, um den Ausbruch von Krankheiten festzustellen, deren Verlauf einzuschätzen, Diagnosen zu erstellen und über die Art der Behandlung zu entscheiden. „Die Nachfrage hat sich bereits belebt, vor allem nach unseren berührungslosen Geräten“, erklärt Vorstand Dr. Gert Frank im Gespräch mit dem AKTIONÄR. „Man merkt, dass da was im Gange ist. Das kann sehr dann schnell gehen. Wir haben so etwas schon öfter mitgemacht.“ Die Produktionskapazitäten wurden in diesem Bereich bereits um knapp 30 Prozent erhöht und dennoch ist man bis Ende 2015 komplett ausgebucht. „Das ist alles schon verkauft“, so Dr. Frank.

Auch ansonsten zeigt sich der Vorstand recht zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Am 20. November präsentiert Geratherm den Bericht zum dritten Quartal 2014. Der sollte die positive Tendenz aus dem ersten Halbjahr bestätigen. Das vierte Quartal läuft dem Vernehmen ebenfalls sehr gut. Im laufenden Jahr dürften damit mindestens 20 Millionen Umsatz und ein Gewinn je Aktie von 0,30 Euro in den Büchern stehen. Bis 2016 sollten die Erlöse um mehr als 20 Prozent steigen und der Gewinn sogar um gut 50 Prozent zulegen.

Mit dem Sprung über die Marke von 8,50 Euro würde sich das Chartbild weiter aufhellen. Die Analysten der Solventis Wertpapierhandelsbank sehen die Aktie bei 9,65 Euro fair bewertet. Das mittelfristige Kursziel des AKTIONÄR liegt weiter bei 13 Euro.

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