Deutsche-Bank-Aktie: Vorsicht, neue Klage – diese Marke ist wichtig

Deutsche-Bank-Aktie: Vorsicht, neue Klage – diese Marke ist wichtig
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Marion Schlegel 17.09.2014, 07:00 Marion Schlegel
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Die Deutsche Bank muss sich in den USA abermals wegen umstrittener Hypothekengeschäfte verantworten. Das größte deutsche Geldhaus ist eines von 13 Instituten, die der US-Bundesstaat Virginia am Dienstag auf insgesamt 1,15 Milliarden Dollar (887 Millionen Euro) Schadensersatz verklagt hat. Es ist die größte Klage, die in Virginia jemals wegen Finanzbetrugs eingereicht wurde.

Großangelegte Klage
Der zuständige Bundesanwalt Mark Herring wirft den Banken in einer Mitteilung vor, dem staatlichen Rentenfonds 2004 faule Wertpapiere untergeschoben zu haben, die mit stark ausfallbedrohten Immobilienkrediten abgesichert gewesen sein sollen. 2010 habe der Fonds die Titel mit massiven Verlusten verkaufen müssen. "Die heutige Nachricht ist klar: Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen kleinen Trickbetrüger oder um eine Multimilliarden-Dollar-Bank von der Wall Street handelt", sagte Herring laut Mitteilung. Eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

Herring will unter anderem auch die Finanzriesen Barclays, Citigroup, Bank of America, Credit Suisse, Goldman Sachs, Royal Bank of Scotland, HSBC, Morgan Stanley, UBS und JPMorgan zur Rechenschaft ziehen. "Diese Banken haben Virginia belogen, Steuerzahler und Staatsangestellte haben deshalb Hunderte Millionen Dollar verloren." Die Deutsche Bank hatte Ende 2013 bereits tief in die Tasche gegriffen, um ihren größten Streit um Hypothekenpapiere in den USA aus der Welt zu schaffen. Sie zahlte gut 1,9 Milliarden Dollar an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Diese hatten sich von der Deutschen Bank bei Hypothekengeschäften aus den Jahren 2005 bis 2007 übers Ohr gehauen gefühlt.

Für Risikobereite
Die Aktie der Deutschen Bank dürfte diese Meldung aber nicht übermäßig belasten. Der jüngste leichte Rücksetzer ist für mutige Anleger im Gegenteil eine gute Kaufchance. Investoren können auf den Ausbruch über den Widerstand bei 27,50 Euro spekulieren. Gelingt dies, wäre dies ein klares positives Signal. Ein Stopp zur Absicherung sollte bei 21,50 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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